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- 28.2.03 -

[Regeln des Lebens]

Jeder kennt sie, diese weisen Sprüche, oft von Großeltern vorgetragen, wenn man sie gerade gar nicht hören möchte:

- Der frühe Vogel fängt den Wurm.
- Lügen haben kurze Beine.
- Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
- Wenn der Esel übermütig wird, geht er aufs Eis - tanzen.


Und so weiter und so fort. Wird man erst mal selber etwas älter, findet man Gefallen an diesen Sprüchen, und zwar weil es so viele gibt und weil sie recht haben. Hier mal ein Neuer, zusammengefügt nach der Erzählung eines Bekannten:

Wenn jemand behauptet, sein Geld mit dem Entwickeln von Finanzkonzepten zu verdienen, weise ihm sofort die Tür.


- Gregor 19:21 [+] -
...
[Kugelschreiber - Nachlese]

So, da wollen wir mal nachfassen zum gestrigen Kugelschreiber-Eintrag. Den Spülgang einlegen, sozusagen. Als Untermauerung meiner gestrigen These, daß die schlechte Handschrift vieler Menschen nicht vom Kugelschreiber, sondern vom PC abhängig zu machen ist, könnte mein Beispiel gelten:

Ich benutze nämlich nie Kugelschreiber.

Wir sind inkompatibel. Schon immer gewesen. Sobald ich einen Kugelschreiber in die Hand nehme, der davor und danach mit jedermann zusammenarbeitet, hört das Teufelsding nach einer Zeile etwa auf, zu schreiben. Anlecken, warm reiben, auf anderem Papier wild drauf los kritzeln bringt keinen Deut eines Ergebnisses, erst die Benutzung durch jemand anderen lässt den Kugelschreiber wieder funktionieren. Erklärungsversuche umfassen alle Gebite vom Karma bis zur Oberflächentemperatur meiner Haut, und das Phänomen ist in seinem gegenseitigen Totalausschluß vergleichbar dem des Saurierexperten Dr. Alan Grant in Jurassic Park. Das Buch von Michael Crichton ist übrigens so spannend und gut geschrieben und weicht darüber hinaus so sehr vom Film ab ( oder besser: umgekehrt ), daß es eines der wenigen Science-Fiction-Bücher ist, die man unbedingt lesen sollte. Die wissenschaftlich korrekte Beschreibung des Saurierverhaltens brachte dem Buch übrigens eine lobende Erwähnung in Chaos - Antichaos von Jack Cohen und Ian Stewart ein, einer populärwissenschaftlichen Reise durch die Naturwissenschaft am Ende des 20. Jahrhunderts.

Aber ich schweife ab. Der Fakt jedenfalls, daß die Menge der Kugelschreiber und ich getrennte Wege gehen, kann nur bedeuten, daß meine schlechte Handschrift nicht von Kugelschreibern stammt. Quod erat demonstrandum.


- Gregor 19:11 [+] -
...
- 27.2.03 -
[Sauklauenursache Kugelschreiber]
So, so - die Ursache des Nachlassens der Handschrift des Menschens ist der Kugelschreiber, sagt der Painless Monster Turnaround.

Sehe ich nicht so. Bin eher der Meinung, der Siegeszug der Rechentechnik hat da ein gewaltiges Wörtchen mitzureden. Das einzige, was man heutzutage selber schreibt, ist die Unterschrift, egal ob mit Kuli oder Füller. Viel zu wenig, um in der Handschrift fit zu bleiben, was als Konsequenz deren Unleserlichkeit nach sich zieht. [ Via Brosamen, zu dem ich im Gegensatz deswegen stehe, weil ich mich erinnere, von PMT bereits geschrieben zu haben: war mir doch PMT´s Taktik, die Leser zu bespucken, bereits hier aufgefallen]

- Gregor 23:15 [+] -
...
[Die Büchse der Pandora]

Pandora ist die erste vom griechischem Gott des Feuers Hephaistos erschaffene Frau. Sie wird von Zeus, als Bestrafung für die Menschen, mit einer Büchse, der Büchse der Pandora, auf die Erde geschickt, nachdem Prometheus den Göttern das Feuer gestohlen hat und es den Menschen brachte. Die Büchse enthält das Elend der Welt, alle Krankheiten der Menschheit, aber auch die Hoffnung. Pandora erhielt diese Büchse mit der Auflage, sie niemals zu öffnen. Aus weiblicher Neugier heraus öffnete sie sie jedoch und so verteilte sich alles Übel über die Welt, nur die Hoffnung blieb zurück.

So soll es sich zugetragen haben. Andere behaupten, Epimetheus sei es gewesen, dem Pandoras Besuch eigentlich galt. Egal, wer die Büchse geöffnet hat, um das Geheimnis zu lüften, jedenfalls verlor sie dabei ihren Inhalt - bis auf die Hoffnung. Und da sie alles Elend der Welt enthielt, war auch Folter dabei. Jene Folter, um deren Anwendung gerade ein Streit tobt, der sogar meine eigene Familie zu entzweien droht.

Meine Eltern befürworten die Androhung von Folter im Falle der Entführung von Jakob von Metzler. Mich, der sich mit Unverständnis darüber äußert, daß sowas in der Bundesrepublik überhaupt angedacht wird, schauen sie entsetzt an. Aus den gleichen Gründen haben wir uns auf unsere jeweilige Seite geschlagen und hinter unseren Argumenten fest verbarrikadiert: Sie, weil sie ein Kind sehen, das gerettet werden kann. Ich, weil ich eine Welt sehe, die dabei erschaffen wird und vor der ich mein Kind retten will.

Auf der einen Waagschale haben wir also das Leben eines Kindes, das man retten will, und damit verbunden die Existenz einer Familie. Auf der anderen Schale befinden sich die unveräußerlichen Rechte, auf deren Grundsatz sich die Gemeinschaft von über 80 Millionen Menschen aufbaut, die in unserem Land leben. Nur eine Schale können wir auswählen, die andere wird zerstört.

Je länger ich darüber nachdenke, umso weniger fällt mir die Antwort auf die Frage ein, welche Schale ich wählen möchte. Gibt uns der Fortbestand unserer Gesellschaft das Recht, das Leben eines Kindes zu opfern und die Eltern mit dem schwersten aller Schicksalsschläge zu treffen? Ist ein einzelnes Leben wertvoller als das Glück Vieler? Die Waage hat sich eingestellt - es gibt keine Antwort, die ich vor den Augen meines Kindes vertreten kann, und die in die Welt passt, in der mein Kind leben soll. In dieser Welt gäbe es die Frage nicht mal.

Was tun? Eine Frage ohne Antwort, ein Spiel mit nur Verlierern? In der Tat: die Büchse der Pandora ist offen, und keiner weiß Rat. Es wäre schön, sie wäre verschlossen geblieben, denn wenn man sie einmal öffnet, kommt alles heraus - nur die Hoffnung bleibt einem dann. Die Hoffnung, nie in eine Situation zu geraten, die den Einsatz von Folter rechtfertigt. Die Hoffnung, nie über den Wert der Waagschalen entscheiden zu müssen, die wir betrachtet haben.

Allem Anschein nach ist die Büchse schon lange offen. Hoffnung ist wirklich alles, was uns geblieben ist.

PS an meine Eltern: Ich liebe Euch, aber ihr habt unrecht. Ich übrigens auch.


- Gregor 22:31 [+] -
...
[Bücherjagd]
Ideen gibt es: Da hat sich jemand überlegt, daß man gelesene Bücher markiert und irgendwo ablegt. Wer sie dann findet, kann über die Markierung mit dem Spender Kontakt aufnehmen. Und natürlich lesen.

Also, ab und suchen. Und lesen.

- Gregor 17:40 [+] -
...
[Neues Europa]
Donald Rumsfelds neues Europa ist ziemlich deckungsgleich mit dem Warschauer Pakt, nebenbei bemerkt. Noch interessanter ist, daß die beteiligten Regierungschefs ihre gute Ausbildung in den Kaderschulen der kommunistischen Parteien gemacht haben.

Für Rumsfeld offensichtlich bessere Verbündete als diese deutsch-französisch-belgischen Fragesteller, oder ?

"They're all a bunch of Commie hacks who are used to giving into to whomever is the biggest bastard on the block," Laughland ( British Helsinki Human Rights Group ) said.

- Gregor 17:38 [+] -
...
[Neulich in der Mailingliste Die Manns]
Ein kleiner Auszug aus Die Geschichten Jaakobs, dem ersten Band von Joseph und seine Brüder:

Was für ein liebliches Gesicht! Wer beschriebe seinen Zauber? Wer legte das Zusammenspiel süßer und glücklicher Fügungen auseinander, aus denen das Leben, da- und dorthin ins Erbe greifend und unter Zutat des Einmaligen, die Huld eines Menschenantlitzes schafft, - einen Reiz, der aus Messers Schneide schwebt, der wie man sagen möchte, immer an einem Haare hängt, so daß, wenn auch nur ein kleiner Zug, ein Müskelchen anders säße, nicht etwa noch vieles übrig, sondern der ganze, die Herzen dienstbar machende Gefälligkeitsspuk unvorhanden wäre? Rahel war hübsch und schön.

Auch hier zu lesen, beim Betreiber ebenjener Mailingliste. Warum jetzt auch hier zu lesen ? Weil es so schön ist. Weil ich es gefunden habe. In der Tat.

- Gregor 17:33 [+] -
...
[Begrenzung der möglichen Legislaturen]
Um - So it Goes - auch den dringend benötigten Tiefgang zu verleihen, habe ich mich vor kurzem entschlossen, einige Beiträge mit politischem Inhalt vorzusehen. Ich weiss, die Schusswaffenfreigabe, der Irak-Konflikt und einige andere Texte hatten ja schon etwas Politisches, aber ich habe weitergehende Vorstellungen für politische Information. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es also einige Schwerpunkte geben, die in loser Reihenfolge erscheinen werden.

Den Anfang macht diese Frage, die ich unter Ausnutzung der Webauftritte der einzelnen Parteien an deren Bundesvorstände oder Fraktionen geschickt habe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Betreiber eines Weblogs mit teilweise politischem Inhalt möchte ich den
Lesern meiner Internetseite http://so-it-goes.blogspot.com demnächst eine
vergleichende Zusammenstellung der Haltung der großen bundesdeutschen
Parteien zu folgender Frage geben:

Wie steht ihre Partei zur Einführung der Begrenzung der möglichen
Regierungszeit eines Kanzlers auf 2 Legislaturen und warum ?

Für Ihre freundliche Zusammenarbeit bedanke ich mich im voraus.


Beteiligt an meiner Mini-Umfrage wurden die fünf großen Parteien der Bundesrepublik, die da wären: SPD, CDU/CSU, Grüne, FDP, PDS. Alle sind im Bundestag vertreten und sind demzufolge an der Gesetzgebung beteiligt. Bevor ich die Antworten werte, möchte ich sie erstmal vergleichen, um zu sehen, wo sich der Gesetzgeber positioniert.

Als ich meine Frage formulierte, fiel mir erstmal auf, daß die SPD wahrscheinlich denkt, ich möchte dem Land eine weitere Schröder-Amtszeit ersparen. Jedoch kam mir die Idee bereits Mitte der 90er Jahre unter Helmut Kohl. Ich sehe folgendende zwei Vorteile in einer Begrenzung der möglichen Legislaturen eines Kanzlers:

- es wird verhindert, zuviel Macht anzuhäufen und Strukturen festzufahren
- der Druck, wiedergewählt zu werden, ist in der 2. Legislatur nicht mehr vorhanden: demzufolge kann der Kanzler ungehemmt reformieren

Auf den ersten e-mail-Volley hat keiner geantwortet. Den Befragten Zeit lassend, habe ich mich vier Wochen ruhig verhalten und nicht nachgehakt. Dann, vier Wochen später ( vorgestern ) habe ich alle e-mails nochmal verschickt. Diesmal wurde reagiert, allerdings nur von zwei Seiten.

Der SPD-Parteivorstand hat folgendermaßen geantwortet:

Die SPD hält eine gesetzliche Begrenzung der Amtsdauer des Bundeskanzlers
nicht für nötig. Diese Entscheidung soll den Wählerinnen und Wählern
vorbehalten bleiben.


Die CDU/CSU, Abteilung Innenpolitik, hat geantwortet, daß ihr "keine Informationen" vorliegen, daß es zu diesem Thema einen Partei- oder Vorstandsbeschluß gäbe. Mir wurde aber nahegelegt, den Bundesvorstand und die Fraktion nochmal selber anzuschreiben, was ich auch getan habe. Die Antwort steht ebenso aus wie die der anderen Parteien.

Nun, zumindest tut sich was in meinem Postfach. In einigen Tagen werde ich mich ein weiteres Mal ins Gespräch bringen, und dabei andeuten, daß die anderen Parteien ihrer Informationspflicht nachgekommen sind und mein Interesse an ihrer Politik mit einer Antwort belohnt haben.

Übrigens, als Thema der zweiten Fragerunde hatte ich mir den Schwerpunkt Bundestagsabgeordnete und die Beschneidung ihrer Nebenverdienstmöglichkeiten vorgenommen.

- Gregor 17:09 [+] -
...
[Transparenz]
Da es in meiner Diplomarbeit sogar im Titel vorkommt, habe ich die Bedeutung dieses Wortes mal nachgeschaut:

Transparenz, die (Gen -): das Durchscheinen; Durchsichtigkeit; Lichtdurchlässigkeit des Papiers (lat.)

Seltsam, ich hätte Lichtdurchlässigkeit des Materials geschrieben. Alles in allem: nichts unvermutetes. Wollte ja auch nur sichergehen, nicht irgendeine (Neben-) Deutung des Begriffs auszulassen. Wäre bei einer Diplomarbeit nicht nur peinlich, sondern auch fatal.

Übrigens, meine Quelle dafür: Fremdwörterbuch, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1963. Gab es auf dem Trödelmarkt für 1 Euro, und zwar, weil ich mir gedacht hatte, sowas im Haushalt zu benötigen. Habe ich jetzt auch schon dreimal vorgekramt in den paar Jahren.

- Gregor 16:39 [+] -
...
- 26.2.03 -
[Tough - Taff]
Der Unterschied zwischen mir und jemandem, der das Wort tough ( taff ! ) benutzt, ist der, dass ich es bin ( und jener nicht ). Unwort! Scheint wohl den einen oder anderen Superstarazubi zu geben, der tough sein soll, hat taff berichtet. Schon in diesem Magazin erwähnt zu werden, macht einen un-tough, ja fast Tuff.

- Gregor 22:05 [+] -
...
[Bücherverbrennung]
Weil es hier schon öfter literarische Hinweise gab: Hier kann man mal sehen, wessen Bücher die Nationalsozialisten so am 10. Mai 1933 in einigen Städten Deutschlands verbrannt haben.

Wie nicht anders zu erwarten, eine sehr vollständige und zum großen Teil wirklich lesenswerte Autorenliste. [ Via Kellerkind Bogenallee 11 ]

- Gregor 15:24 [+] -
...
[Zeit totschlagen]
Sinnloser Begriff: Zeit totschlagen. Wie sagt Thomas Mann in Die Geschichten Jaakobs ( S. 265, 9. Auflage 2000 ):

Es ist müßig, zu erinnern, ein Jahr bestehe nicht nur aus seinen Zeiten, nicht nur aus dem Kreislauf von Frühling, Grünweide und Schafschur, über Ernte und Sommersglut, ersten Regen und Neubestellung, Schnee und Nachtfrost bis wieder zur rosigen Tamariskenblüte; das sei nur der Rahmen, ein Jahr, das sei ein gewaltiges Filigran von Leben, an Vorkommnissen überreich, ein Meer zu trinken. Ein solches Filigran aus Denken, Fühlen, Tun und Geschehen bildet auch der Tag, auch die Stunde - in kleinerem Maßstabe, wenn man will; aber die Größenunterschiede zwischen den Zeiteinheiten sind wenig unbedingt, und ihr Maßstab bestimmt zugleich auch uns, unser Empfinden, unsere Einstellung und Anpassung, so daß sieben Tage oder auch Stunden unter Umständen schwerer zu trinken sein und ein kühneres Zeitunternehmen darstellen mögen als sieben Jahre. Was denn auch heißt hier kühn ? Ob man heiteren Mutes oder voll Zagens in diese Fluten steige: nichts lebt, was sich ihr nicht überlassen müsste, - und weiter ist auch nichts nötig.

Also ist das Empfinden von Zeit ein Indiz des Lebens. Kann man Zeit dann totschlagen ? Nur bildlich.

- Gregor 15:07 [+] -
...
[Geld]
Mehr Geld gibt es in den meisten Fällen durch mehr Gehalt. Das gibt es aber nur, wenn man sich an einige Regeln hält. Da es alle interessiert, gebe ich es hier an.

Also: Viel Spaß beim Rollenspiel und einen gepflegte Pokerrunde mit dem Chef wünscht Euer Gregi...

- Gregor 11:09 [+] -
...
[Droht Roland Koch der SPD mit Folter?]
Der bisherige Stand der Dinge stellt sich wie folgt dar:

- kurz nach der Bundestagswahl im letzten Herbst brachte Roland Koch die Idee in Umlauf, einen Untersuchungsausschuß für Lügen der rotgrünen Regierung im Wahlkampf einzusetzen ( vor den er jetzt übrigens selber bestellt wird )
- am 22. Februar äußert Roland Koch,daß er den Einsatz von Folter in einer "schlimmen Konfliktsituation"[...]"für menschlich sehr verständlich" halte.

In Kurzfassung: erst Untersuchungsausschuß einrichten und SPD-Leute vorladen, dann nebenbei die Folter erwähnen. Der Ex-Bundeswehrgeneral Jörg Schönbohm kann die Traditionen der Armee nur schwer ablegen, und stößt auch noch mal in dieses Horn.

Logische Konsequenz: die Synthese der beiden Aussagen unter Beachtung ihrer zeitlichen Abfolge und ihre Weiterentwicklung zu Untersuchungssausschuß - SPD-Leute - foltern!.

Als Ratschlag an SPD-Abgeordnete, die noch vor dem Untersuchungsausschuß aussagen sollen: ich würde ich mich erstmal eine Zeitlang krank melden und jemanden anders den Vortritt lassen.

UPDATE:
Um meine Kritik dieser Folterdiskussion auf eine rechtliche Grundlage zu stellen: Das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984 ist im Bundesgesetzblatt 1990 erschienen ( BGBl. 1990 II S. 246 ) und damit innerdeutsches Recht. Artikel 2, Absatz 2 des Übereinkommens hier mal im Wortlaut:

(2) Außergewöhnliche Umstände gleich welcher Art, sei es Krieg oder Kriegsgefahr, innenpolitische Instabilität oder ein sonstiger öffentlicher Notstand, dürfen nicht als Rechtfertigung für Folter geltend gemacht werden.

Salopp ausgedrückt: Klappe zu, Affe tot, Herr Koch.

- Gregor 10:49 [+] -
...
- 25.2.03 -
[Tutorials]
Tutorials zu allen möglichen Programmiersprachen, Dokumentsprachen und Metasprachen findet man hier, unter anderem für diese S(pr)achen:

Ada - ASM/Assembly - ASP - C - C++ - C# - CGI - Cobol - Delphi - HTML - Java - JavaScript - Perl - Python - Qbasic - SQL - Tcl/Tk - Visual Basic - VRML - XML

Sollte man weitere Tutorials suchen, hilft einem eventuell diese Seite weiter.

- Gregor 10:07 [+] -
...
[Apfel]
In der Fortsetzungsreihe, was ( oder wer ) alles die Welt polarisiert, kommen wir heute zum nächsten Punkt: Apfel essen.

In der Tat: Äpfel ißt man grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten. Die eine Partei, der ich angehöre ( und meine Frau ), verspeist den Apfel vollständig, nur den Stiel zurücklassend. Kern, Schale, Fruchtfleisch - alles wird verschlungen.

Die Anderen lassen einen mehr oder weniger großen Rest Apfelfruchtfleisch um den Kern zurück. So wunderschön die Bezeichnung für diesen Rest ist - Apfelgriebs ( und noch schöner in seiner Berliner Variante Appelgriebsch ), so sehr verachte ich diese verschwenderische Bande von Biomüllerzeugern für ihren sorglosen Umgang mit dem besten Obst der Welt. Dafür können die nicht verstehen, wie man den Apfelkern essen kann, und betrachten einen als rohen, ausgehungerten Bauern, wenn man den Appelgriebsch auch verspeist.

So, schnell wieder vergessen: Ich wollte nur mal eines meiner Lieblingswörter aufführen - Appelgriebsch, Appelgriebsch, Appelgriebsch ( übrigens Lieblingswort des Klanges wegen ).

UPDATE I: Es gibt sie also, die Leser. Meine Schwester hat mich darauf hingewiesen, daß es eine weitere, grundsätzliche Art der Apfelverwertung gibt - die Apfel-Schneider, die sich sogar noch in zwei Unterklassen aufteilen lässt, und zwar hinsichtlich des Verbleibens der Schale am Apfel. Diese Unterklassifizierung verläuft nach der Aussage meiner Schwester quer durch ihre eigene Familie: Vertreter der Schalenfreunde sind meine Nichte und meine Schwester, ihre strikten Gegner in diesem Falle mein Neffe und mein Schwager. Dramatische Formen nimmt dies zu Tische an - die Gegner der Apfelschale lehnen jeglichen Verzehr, auch auf den wunderbarsten Obstsalaten, ab.

Und ist das schon das Ende der Fahnenstange? Nicht in der Familie meiner Schwester: auch die Tiefe des Ausschnitts des Kerngehäuses teilt die Gemüter. Praktische Belange sind nicht außer acht zu lassen (und sollte Gegenstand genauerer Untersuchungen sein): am Arbeitsplatz (z.B. Büro, Rettungsturm oder Lokomotivführerstand) sollte ein Apfel so gegessen werden, dass man ohne Probleme einen bis zwei Telefonhörer halten und Papiere sortieren kann.

UPDATE II: Übrigens, es gab hier ja schon mal eine Klassifikation der verschiedenen Genüsse einer Obstsorte: Grapefruit.

- Gregor 10:00 [+] -
...
- 24.2.03 -
[Bill Gates]
So, ich mag Arnold Schwarzenegger und den FC Bayern.

Was kommt jetzt noch ?, werdet ihr euch fragen.

Nun, Microsoft und Bill Gates mag ich auch. Und das sind wir wieder mal bei etwas gelandet, was die Menschheit in Pro und Contra spaltet, was aber kaum jemanden unberührt lässt. Warum ich die beiden mag ? Wegen ihrer Dominanz und dem aggressiven Stehvermögen, solange da oben auf der Nummer Eins zu stehen, von allen Seiten angegriffen zu werden und am Ende doch wieder als Erste durch die Ziellinie zu schiessen. Diese Leistung über mehrere Jahrzehnte zu bringen, immer die Trends erkennen, die richtigen Lösungen finden oder die Leute, die diese Lösungen kennen, und dabei dem Neid und Hass der anderen mit etwas Arroganz gegenüber stehen, das beneide und respektiere ich. Klingt übrigens für mich wie eine Beschreibung des FC Bayern.

Jedenfalls gibt es diesen Artikel mit einigen Informationen zu Bill Gates und seinem Unternehmen. Man erfährt, daß Bill Gates sich nun verstärkt mit Softwareentwicklung beschäftigt und den geschäftlichen Bereich geräumt hat. Es werden die Mühen erwähnt, denen sich Microsoft in diesem Jahrzehnt gegenüber sieht. Ausblicke auf neue Entwicklungen werden angedeutet. Ich fand es interessant.

Mal was anderes: Was wäre, wenn Bill Gates Diktator im Irak wäre ? Dazu diese Antwort! ( Via Redwood Dragon ).

- Gregor 19:53 [+] -
...
[Last Action Hero]
Einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger ist Last Action Hero, obwohl einige seiner anderen Filme auch mehr als nur sehenswert waren. Arnold Schwarzenegger spaltet die Kinobesucher wie der FC Bayern die Fussballfans: man ist entweder voll dafür oder total dagegen, nur uninteressiert ist man nicht.

Jedenfalls kam dieser Film vor einigen Tagen, da ich ihn aber schon drei- oder viermal gesehen habe und ihn diesmal ausliess, weiss ich nicht wo. Der Film spielt mit der Realität, und ist, wie die meisten von Arnies Filmen, voller versteckter Anspielungen und Witze. Auf einen möchte ich hier mal hinweisen:

1. Arnold Schwarzenegger wird vorgeworfen, kein Charakterdarsteller zu sein: er spielt nur Actionrollen.
2. Was ist die größte Rolle für einen Charakterdarsteller überhaupt ? Richtig: Hamlet.
3. Also als was kann man Arnold in einer Traumsequenz des Jungen im Film bewundern: Hamlet ?!

Man hätte die Traumsequenz ja auch mit dem Grafen von Monte Christo spielen können, oder mit Ivanhoe oder Robin Hood. Hat man aber nicht: man wählte Hamlet. Und das ist wahrscheinlich kaum jemandem aufgefallen, oder ?

- Gregor 13:21 [+] -
...
- 23.2.03 -
[Krieg im Organismus]
Mein preisgekrönter Bauch und mein Metabolismus haben sich heute morgen den Fehdehandschuh hingeworfen. Die eruptive Absonderung von gegessenen Lebensmitteln konnte vermieden werden, richtig wohl fühle ich mich aber nicht. Ich hoffe auf geheime Genesungswünsche und kündige hiermit an, aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Tagen kürzer zu treten ( das Bloggen betreffend ).

- Gregor 15:20 [+] -
...
[Zorn]
Einer meiner Bekannten interessiert sich zunehmend für Buddhismus. Fragen und Antworten suchend, fasziniert ihn wahrscheinlich am meisten der grundlegende und von den meisten anderen Religionen unterscheidbare Pazifismus. Er hat jedenfalls eine Sammlung von Karten, auf denen Versen wiedergegeben sind, die die Lebensweisheit des Buddhismus widerspiegeln. Nur nebenbei habe ich mir diesen Haufen Karten einmal gegriffen, und eine Karte herausgezogen:

Sei sanften Herzens und gib deinen Zorn auf.
Tue Gutes und wende dich vom Bösen ab.
Sei großzügig und überwinde die Habsucht.
Sei aufrichtig und mache
aller Selbsttäuschung ein Ende.

17. Zorn, Vers 223


Es passt unheimlich präzise auf den größten Fehler meines Charakters. Wie der lautet ? Ich bin aufbrausend und leicht in Zorn zu versetzen. Was mir an diesem Vers so gefällt, ist, daß er anrät, den Zorn aufzugeben. Nicht vergessen, nicht unterdrücken: aufgeben: total, komplett und absolut. Die anderen Zeilen sind ebenso schön.

Leider, leider, leider halte ich mich viel zu selten an diesen Fingerzeig des Schicksals. Aber ich arbeite daran.

- Gregor 15:16 [+] -
...
- 22.2.03 -
[Irak-Update]
Bush und Blair erhöhen das Tempo, für Montag ist das Einbringen einer weiteren Resolution im Sicherheitsrat geplant. Da sich die diplomatische Lage für einer möglichen Legitimation des Krieges durch einen UNO-Beschluß mit jedem Tag verschlechtert, bin ich verwundert, dass sich beide soviel Zeit lassen. Andererseits braucht man natürlich Zeit, um mit allen Beteiligten zu verhandeln. Ja, die Türken verlangen einiges Kleingeld dafür, daß man ihnen das Öl überlässt, die Drecksarbeit für sie erledigt und sie anschliessend freie Hand mit den Kurden haben.

Der Aussage von Angela Merkel, daß der Kanzler nicht für alle Deutschen spreche, stellt dieser amerikanische Senator, Robert Byrd, entgegen, daß Bush offensichtlich auch nicht für alle Amerikaner spricht. Er kritisiert die Lähmung im Senat und findet für die Diplomatie der USA deutliche Worte:

Diese Regierung hat die geduldige Kunst der Diplomatie in eine reine Droh- und Verleumdungspolitik verwandelt., so Byrd, Dies zeigt die Armseligkeit an Intelligenz und Einfühlungsvermögen unserer Führer, was Auswirkungen über Jahre haben wird.

In diesem Ton greift er die Regierung weiter an. Lesen, da schlackern einem die Ohren.

Und Colin Powell sucht nach langer Zeit wieder etwas Nähe zu unserer Regierung:

Die Vereinigten Staaten wollen keinen Krieg. Deutschland will keinen Krieg. Ein Krieg kann ganz einfach vermieden werden: Der Irak muss abrüsten.

Und weiter:

Deutschland ist ein Freund der Vereinigten Staaten. Ich habe meine militärische Laufbahn in Deutschland begonnen, ich habe in Deutschland gelebt. Ich glaube, ich kenne Deutschland, und ich hege herzliche Gefühle für Deutschland.

Auf der Pressekonferenz des Weissen Hauses gibt es nun auch Journalisten, die unangenehme Fragen stellen, wie Le Sofa Blogger herausfindet ( via Plastic Thinking ).

Blix verschärft derweil den Druck zum Abrüsten, und in der irakischen Regierung tut sich auch was. Was Miss Deutschland in Bagdad will, bleibt mir ein Rätsel, aber vielleicht hat der gute Bernd Stange ja was vergessen.

Und auch in der amerikanischen Regierung hält man sich die Option offen, den Krieg zu umgehen ( via Unqualified Offering ):

Some strategists within the Bush Administration are urging the President to look for an "exit strategy" on Iraq, warning the tough stance on war with the Arab country has left the country in a "no win" situation.

Die öffentliche Meinung ( auch wegen der vielen, großen Demonstrationen ?! ) spielt eine große Rolle:

"The President has backed himself and the nation into a corner in a no win situation," says political scientist George Harleigh. "World opinion is against him. Public opinion polls show support eroding among Americans."



- Gregor 20:35 [+] -
...
- 21.2.03 -
[Such!]
So, jetzt hat diese Seite auch eine eigene Suchmaschine. Wer will, kann also da drüben am linken Rand die extremsten Begriffe suchen, aber nur auf diesem Blog. War ja klar, oder ?

Demnächst gibt es dann mal wieder etwas Sinnvolles zu lesen, aber jetzt werde ich erstmal ein paar Biere trinken und mich pudelwohl fühlen...


- Gregor 21:10 [+] -
...
[Googlemania]
Nein, hier geht es jetzt nicht darum, dass Google Pyra labs gekauft hat und ihnen demzufolge Blogger.com gehört. Nein, das hat erstmal keine Folgen, außer das man es zur Notiz nimmt.

Hier soll es mal darum gehen, was für Sucheingaben bei Google dazuführen können, daß man auf diesem Blog landet:

- cocktailgläser
- nachführung selbstgebaut
- schminken wie christina aguilera
- schusswaffen selber bauen
- saddam husseins hobbies
- fotos von der erde als desktop
- englisches gedicht
- bush a****loch tiefer ich komme osama ich komme
- waffen selbstgebaut
- fair play journalismus
- diplomthema terrorismus

Das sind nur die Anfragen der letzten 2 Tage. Eine habe ich etwas entschärft, damit sich die Person nicht nochmal hierher verirrt. Aber auch die anderen scheinen ja zum Teil äußerst interessanten Hobbies nach zu gehen. Wieviel Leute Waffen selber bauen wollen, ist erstmal erschreckend.




- Gregor 20:16 [+] -
...
[Völkerrecht]
Das Völkerrecht im originalen Wortlaut gibt es hier. Dort kann man sich all die schönen Regeln zum freundschaftlichen und kriegerischen Verkehr der Staaten, in denen sich die Völker organisieren, im exaktesten Wortlaut reinziehen. Nur ist zu beachten, daß die dann ja doch anders ausgelegt werden. Via Monoklon.

- Gregor 15:13 [+] -
...
[Dresden]
Das hier ist eine Seite, auf der jemand seine Spaziergänge ( und seine Liebe ) durch die Stadt Dresden fotografisch dokumentiert. Unter dem Punkt Topics finden sich unzählige dieser fotografischen Reisen durch das Elbflorenz, die in meinen Augen schönste und angenehmste Stadt Deutschlands.

Wie ich dazu komme, so was zu sagen ? Meine Oma hat da früher gewohnt, in der Wallstraße, keine 100m vom Zwinger entfernt. Und weil ich mindestens einen Monat im Jahr bei ihr war, fühle ich mich ein kleines bisschen als Dresdener. In der Tat.

- Gregor 11:27 [+] -
...
[Spam-mail]
Weil es überall geschieht, und weil es immer lustig ist, gibt es auch hier mal etwas zu den tollen e-mails, die man immer so erhält. Mein Postfach enthielt heute diese tollen Vorschläge:

- Get a date for the weekend !
- Can you handle vulgarteens ?
- High res orgy videos !
- Finally, penis enlargement that works !
- Valium, xamax, prozac ?
- Can you help with this ? Hot moms !
- Are you free on the weekend ?
- Have great Sex !

Wie man sieht, bin ich also zumindest fürs Wochenende schon arg belegt. Ein paar Dates, Videos, heisse Mamas, eine klitzekleine Penisverlängerung und haufenweise Sex. Dazu Valium, xamax, prozac ( mal sehen, was das bringt ). In aller Schärfe formuliert, werde ich montags nicht viel frischer aussehen als jetzt, oder ?

- Gregor 09:21 [+] -
...
[Neues zum Irak]
Nur ein kurzer Überblick, bevor die Informationen veralten ( lagen nämlich schon unglaublich lange 24 Stunden herum ):

Britische Meinungsumfragen belegen, dass die großen Demonstrationen des letzten Wochenendes so langsam widerspiegeln, daß ein nicht geringer Teil der Bevölkerung für eine Verlängerung der Inspektionen ist. Der Druck auf Tony Blair nimmt also zu. Sogar die Existenz der Labourpartei ist bedroht: Die Mitgliederzahlen sind seit Blairs Amtsantritt um ein Drittel zurückgegangen, die Partei ist hoch verschuldet, in den Meinungsumfragen liegt man weit abgeschlagen hinten.

Auch die amerikanischen Soldaten beschäftigen sich mit dem bevorstehenden Feldzug und weiteren Aufgaben danach. Genaueres findet man hier, und es ist interessant zu lesen. So unterteilt sich die Einstellung zum Kampf gegen den Terrorismus in drei grundlegende Formen, bei denen man sich fragt, wie ihre Vertreter miteinander umgehen im täglichen Geschäft.

Daß die Amerikaner die Macht des Saddam Hussein über den Irak zum Teil selber verschulden, mag einigen ja bekannt sein. Daß sogar der gute Donald Rumsfeld ( nicht vergessen: immer deutsch aussprechen, so wird sein Charakter deutlich ! ) schon in Beziehung zu Saddam Hussein stand, ist vielleicht nicht so geläufig, aber ungeheuer interessant.

Und hier äußert sich nochmal jemand zur angeblichen Verbindung von Saddam Hussein und Osama bin Laden, von Irak zu Al Kaida.

Auf einer Seite, die generell zum besten gehört, was Anti-Kriegs-Blogs angeht und äußerst lesenswert ist, findet sich auch dieser Beitrag zur amerikanischen Europhobie.

- Gregor 08:34 [+] -
...
[Zwischenfall]
Gestern gab es in der Straßenbahn eine Auseinandersetzung bezüglich meines Lesens. Da die Bahn voll war, meinte einer der Anwesenden, mich stoßen zu können, um sich selber mehr Platz zu schaffen. Rauflustig und einsatzbereit, wie ich mit meiner todesverachtenden Einstellung nun mal bin, habe ich mich nicht gescheut, zurück zu stoßen.

Im anschließenden Wortgefecht, das vor dem Auditorium der Straßenbahnfahrer eine geeignete Bühne fand, würde ich mich als Punktsieger sehen. Zufrieden sein konnte ich allerdings nicht, denn einerseits fielen mir nach kurzer, aber zu später Reflektion die passenden Worte für einen technischen K.O. ein, andererseits hatte mein Gegner erreicht, was er wollte: Ich las ja nicht mehr.

Ich muss noch bedeutend reifer werden, stelle ich fest. Ich benehme mich noch viel zu oft, wie ich mich bereits vor einem Jahrzehnt benommen habe. Und es hat mir häufig damals nicht gefallen.

Asche auf mein Haupt...

- Gregor 07:31 [+] -
...
- 20.2.03 -
[Blogger-Zoo]
Wenn manch einer Langeweile hat, dann kommt so was bei raus. Die verschiedenen Bloggertypen werden seziert, kritisiert und demaskiert. Interessant, beleidigend und originell, das ganze: also schnell mal rüber und lesen, Leute.

Ich persönlich würde mich als egostreichler einordnen, aber da ich, wie man sieht, recht angegriffen bin, scheine ich doch mehr der Typ großhirn zu sein, der keine Zweifel verträgt. Wahrscheinlich bin ich beides, das wäre dann ein egohirn.

Der Autor selber scheint zu hoffen, als vordenker eingeordnet zu werden, benutzt Fremdwörter so oft wie Bum-Bum-Boris das "Äähhh" und läßt manchmal mehr ungesagt als gut tut. Trotzdem, lesenswert ist es allemal und provokativ sowieso.

- Gregor 19:33 [+] -
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[Drohungen]
Wie bereits schon mal erwähnt, erwägt man in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Belgien mit sanktionellen Maßnahmen zur Räson zu bringen. Überzeugungsarbeit mit Argumenten scheint niemand mehr in Betracht zu ziehen, der Grund dafür ist wahrscheinlich das Fehlen derselben, worauf ich hier und hier schon hingewiesen habe.

Die Folgen für deutsche Unternehmen könnten fatal sein. Während 2,5 Prozent der US-Exporte nach Deutschland gehen, exportiert Deutschland immerhin 10,6 Prozent seiner Waren in die Vereinigten Staaten.

Mal abgesehen davon, dass nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird: Für unser Land bedeutet dass in der Konsequenz, am Scheideweg zu stehen. Nehmen wir unser Friedensanliegen so ernst, dass wir bereit sind, uns politisch und wirtschaftlich zu isolieren und alle Folgen zu tragen? Oder lassen wir uns am Ende von unserem Wohlergehen leiten, und beschreiten den einfachen Weg? Es wurde schon darauf hingewiesen, dass die effektivste Lösung der kurzerhand mal alles zusammenwürfelnd als Terrorismus-Irak-Erste-Dritte-Welt-Problematik bezeichneten Frage eine Rückkehr zur Unterdrückung aus den Zeiten des Kolonialismus bedeutet. Nur: im Unterschied zum 19. Jahrhundert wird die ganze Welt der Arbeit der Besatzungstruppen zusehen, live und in 16:9, wenn es geht. Und es wird gehen.

Lassen wir die Entscheidung über unser künftiges Verhalten angesichts dieser Drohung mal außer acht ( abgesehen davon, im Auge zu behalten, dass gängige Doktrin ist, mit Erpressern nicht zu verhandeln ). Wie verhalten sich die Amerikaner mit Produkten, die durch deutsche Finanzierung in ihrem Land hergestellt werden? Kaufen sie keine BMW´s mehr, obwohl sie damit auch amerikanischen Arbeitnehmern die Existanzgrundlage nehmen? Dazu passt dieses Erlebnis: Am Sonnabend in der Nähe der Antikriegsdemonstration habe ich mithören können, wie sich jemand darüber beschwerte, dass man gegen die USA ( nicht gegen den Krieg ? ) demonstriere, aber trotzdem zu McDonalds laufe. Abgesehen davon, dass das Negative an dieser Demonstration war, dass eben zu viel gegen die USA und nicht immer allein gegen den Krieg argumentiert wurde, und auch kaum gegen Saddam Hussein ( der wirklich abgesetzt gehört ), was hat denn McDonalds mit den Kriegsabsichten von G.W. Bush, D. Rumsfeld und C. Powell zu tun. Noch spezifischer, was haben die im allgemeinen doch deutscher Herkunft entstammenden Angestellten von McDonalds damit zu tun?

Weiter im Text:

Wendelin von Boch, vom Porzellan-Hersteller Villeroy und Boch befürchtet: "Wenn sich die diplomatischen Beziehungen dauerhaft verschlechtern, ist nicht auszuschließen, dass das den deutschen Unternehmen schadet und amerikanische Konsumenten deutsche Produkte mit spitzen Fingern anfassen."

Alea iacta est - Der Würfel ist gefallen. Es geht uns ans Portemonnaie, und schon wird unsere Position überdacht. Wir wissen ja: Krieg ist die Gesundheit des Staates. Auch wenn es Menschenleben kostet und der eine oder andere nicht mehr in den Spiegel schauen mag, wir dürfen auf keinen Fall weniger verdienen. Nie!

So, und jetzt kommt es ganz dicke:

"Hätte es die heldenhaften Anstrengungen des amerikanischen Militärs nicht gegeben, wären Frankreich, Deutschland und Belgien heute sozialistische Sowjetrepubliken", sagte Lantos.

Ich bin den Amerikanern dankbar, dass sie Europa zuerst vom Nationalsozialismus befreit haben und anschliessend gegen die Ausbreitung des Kommunismus geschützt haben. Heldentaten waren sehr viele erforderlich, aber auch Taten, für die man sich entschuldigen sollte. Trotz dieser Dankbarkeit und trotz der versprochenen "uneingeschränkten Solidarität" kann die amerikanische Regierung aber nicht voraussetzen, dass man ihr blind folgt. Nochmals darauf hinweisend: Ich habe es bereits deutlich gemacht, und ich tue es wieder: Eine Welt, in der Saddam Hussein keiner Regierung irgendeines Landes vorsteht, und auch über kein Waffenarsenal verfügt, ist eine bessere Welt. So sehr ich diese Aussage bei vielen Kriegsgegnern vermisse, ich bin gegen diesen Krieg, auch weil in den UNO-Resolutionen von einem Regimewechsel nicht die Rede ist.

Um jetzt aber auf den Ausfall von Hr. Lantos zu antworten:

Hätte es die heldenhaften Anstrengungen der europäischen Einwanderer nicht gegeben, wären die USA heute indianisches Stammesland.

- Gregor 19:17 [+] -
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- 19.2.03 -
[Pandora]
Wenn man schon mal etwas Neues ausprobiert, dann fängt der Wurm meistens an, drin zu sein, nicht wahr ? Also scheint es Probleme mit meinem RSS-Feed zu geben. Was weiss ich, was ich nun machen soll. Kann denn niemals was einfach sein ?

Update: Ein RSS-Validator hat erst mal nichts zu meckern. Aber weblogcheckup.de verkündet, dass es mit meinem RSS-Feeder Problemchen gibt. Nun denn, mal schauen, was die Zukunft so bringt.

- Gregor 22:02 [+] -
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[Diplomarbeit]
Die Diplomarbeit hat derzeit einen schweren Kampf um meine Aufmerksamkeit auszutragen:
- Junior hat heute nacht um 2:59 Uhr sein erstes Lebensjahr auf diesem Planeten vollendet.
- Die extra deswegen angereisten Schwiegereltern muss ich natürlich angemessen gastfreundschaftlich mit Aufmerksamkeit versehen.
- Auf Arbeit gilt es, eine neue Vertragsstruktur für die Planung vorzubereiten.
- Bloggen muss man ja auch.
- Ehefrauen sind allgemein recht aufwändig in der Pflege.

Trotz all dieser Ablenkungen beschäftigt sich ein immer größerer Teil meiner Gehirnaktivität mit dem Diplomthema. Dem wurde gerade in der letzten Woche eine neue Richtung gegeben, es lautet nun

Die Finanzierung von Eisenbahnvorhaben
Anforderungen und Methoden für ständige Transparenz von Kosten / Finanzen

In dieser Einteilung werde ich versuchen, mich dem Thema zu nähern:

Paket 1: Bahn, Geschichte, Gesetze, Finanzierungsmöglichkeiten

Paket 2: Möglichkeiten, Anforderungen an Transparenz hinsichtlich Kosten und Finanzierung

Paket 3: Einleitung und Schluß


Angestrebt wird dabei, je Paket etwa 30 Seiten Text zu erstellen. Mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturangaben ergeben sich somit insgesamt 100 Seiten für die Diplomarbeit, was erstmal mit Inhalt gefüllt werden will, aber im Maßstab der TU Berlin wohl eine recht straffe Bearbeitung darstellt. Vorgesehen ist, meinem Betreuer im Unternehmen morgen einen kurzen Abriß meiner Vorstellung das Thema betreffend darzulegen, daß wir nach einigen Rücksprachen innerhalb von 10 Tagen dem Fachbereich vorstellen wollen, um schnellstmöglich zur Themenbeantragung schreiten zu können. Diese ist für Ende März geplant, und bis dahin werde ich meine Arbeitszeit zu gleichen Teilen zwischen der Diplomarbeit und meinem Arbeitgeber aufteilen.

Nun, der erwähnte Abriß bereitet mir einige Sorgen. Literatur für die Spezifika der Finanzierung von Eisenbahnbauvorhaben ist schwer zu finden, mein persönlicher Einblick bislang noch recht begrenzt und die Stoßrichtung meines Ansatzes bislang unklar. Ich werde also erstmal versuchen, hier die oben vorgestellten Pakete beschreiben:

Paket 1: Bahn, Geschichte, Gesetze, Finanzierungsmöglichkeiten
Starten werde ich mit einigen Ausführungen zur Bahn, ihrer Entstehungsgeschichte und ihrem Anteil an der Industrisierung des Landes ( mit Zitaten, Verweisen usw. ). Auf die Besonderheit und Bedeutung des Schienenverkehrs wird hingewiesen ( evtl. unter Berufung auf Umweltstudien ), die ungleiche Behandlung von Straße und Schiene wird erwähnt. Die Gesetze der Bahnneuordnung und Finanzierungsmöglichkeiten ( aufgeteilt in Bund- und Landesbeihilfen ), Global-, Sammel- und Einzelvereinbarungen werden aufgezählt, erläutert und die Handlungsabsicht des Gesetzgebers erklärt. Anschliessend wird darauf eingegangen, wie diese Finanzierung dann in der Praxis meistens aussieht.

Wie ein Bauvorhaben bei der Bahn abläuft möchte ich auch aufzeigen, weiss aber noch nicht so recht, in welchem Paket ich das unterbringen werde. Hier sollen die zeitliche Abfolge und die Besonderheiten erwähnt werden:
- Planungsauftrag Vorstand an PL
- Bestandsaufnahme ( Reichsbahnunterlagen, DB Netz-Bestandsunterlagen, Streckenbegehung usw. )
- Zustandsanalyse ( Begehung, Nachrechnung, Beurteilung, evtl. weiterführende Untersuchungen bei Ing. BW u.ä. )
- Studien, Konzeptionen, Simulationen ( Geschwindigkeits- und Verkehrsdurchsatzfragen, Entwicklungsprognosen etc. )
- Aufgabenstellung erarbeiten
- Vorentwurfsplanung
- Entwurfsplanung
- Ausführungsplanung
- Vergabe
- Ausführung
- Abschluß
Dazwischen ist irgendwo die Abstimmung mit dem Eisenbahnbundesamt EBA in konstruktiver und finanzieller Hinsicht anzuordnen. Außerdem ist das Planungsrecht zu berücksichtigen, das im Falle des Plangenehmigungsverfahrens bis zu 18 Monate dauert und im Falle des Planfeststellungsverfahrens noch mal 6 Monate mehr beanspruchen kann. Längere Fristen sind auch möglich, das Planfeststellungsverfahren bietet mehr Sicherheit und wird trotz seiner größeren Umständlichkeit immer öfter angestrebt ( u.a. auch weil es den Plan fest stellt, und Zusagen der Beteiligten nicht erkauft werden müssen ). Langfristig vor der Ausführung sind die Sperrpausen abzustimmen, die Baubetriebstechnologie ist bereitzustellen und Munitionsbergung ist zu veranlassen.

Paket 2: Möglichkeiten und Anforderungen an Kosten-Finanzierung und ihre Transparenz
Hier soll nun auch auf Schwierigkeiten hingewiesen werden. Dazu fallen mir erstmal diese nennenswerten Punkte auf:
- die Planung erfolgt bereits lange vor der Festlegung der möglichen Finanzierung, die Planungskosten laufen an, wie werden diese abgedeckt, wenn Finanzierung unklar bleibt ?
- einzigartig bei der Bahn ist, dass die Finanzierung von einem außenstehenden Institut geprüft wird ( EBA ), das vom Bund beauftragt detailliert vorschreibt, wie was zu buchen und behandeln ist
- diese detaillierte Vorgabe führt manchmal dazu, daß Bauweisen und Konstruktionen festgelegt werden, die nicht preiswert sind, aber in dieser Form der Vorlage finanziert werden
- Änderungen der Ausführung ( konstruktiv oder abschnittsmäßig ) können schwer durchgeführt werden, da sie unmittelbar die Finanzierung betreffen
- die Festlegung der Finanzierung soll einerseits so früh wie möglich erfolgen, um Sicherheit zu erhalten, behindert dann aber andererseits die Manövrierung im Planrechtsverfahren
- zu diesen ganzen Besonderheiten gilt es zusätzlich, den Mittelabfluß mittelfristig zu planen und umzugestalten

Paket 3: Einleitung und Schluß
Hier wird nicht viel Unvermutetes passieren. Die Einleitung wird in das Thema einleiten und einen Überblick über den Ablauf geben, der Schluß wird etwaige wichtige Erkenntnisse zusammenfassen. Das ganze wird in ansprechender Optik geliefert und mit einigen Grafiken versehen werden. Über den Einsatz von Fußnoten habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich tendiere aber dazu, sie zu verwenden.

So, das sind erstmal die Gedanken in aller Schnelle. Ich hoffe, sie sind tiefschürfend genug, um dem Dr. morgen einen befriedigenden Abriß zu liefern. Zum Verlauf des Gespräches später vielleicht mehr.

- Gregor 21:48 [+] -
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[Brosamen]
Was ein paar freundliche Worte, verbunden mit einer eigennützigen Angabe des eigenen Blogs gleich hinter dem eigenen Namen, doch so bewirken: Da tauscht man sich so nebenbei mit dem Bibliomaniac aus und wird am Ende mit einer Erwähnung in einem seiner Blogs belohnt. Schämen muss ich mich, dass ich sein anderes Blog zwar vorher schon hier verlinkt habe ( weil es so lesenswert ist ), dass ich Knödel aber nicht die ganz richtige Adresse benutzt habe. Und das hat der Leipziger Bücherwurm, ähhhh, Bücherlei auch noch bemerkt ! Asche auf mein Haupt !

- Gregor 21:12 [+] -
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[RSS Feed]
So, mit Hilfe dieser Seite versuche ich jetzt auch mal, einen RSS-Feed hinzukriegen. Und zum Ausprobieren gibt es diesen sinnlosen Beitragsfurz...

Update:
Sieht soweit alles gut aus. Habe mich nun auch bei weblogcheckup.de eingetragen, so dass man dort eine Veränderung auf meiner Seite angezeigt kriegt.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit, diesen Feed in einen Feedreader aufzunehmen und zu scannen.

Also: nächste Stufe der Blog-Evolution erreicht. Wenn jetzt nur noch das Niveau der Einträge zunimmt, nicht ?

- Gregor 08:19 [+] -
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- 18.2.03 -
[Amboss oder Hammer]
Aus einem von Arthur Schopenhauer ins Deutsche übersetzten Buche von Balthasar Gracian, herausgegeben von Otto Freiherr von Taube im Insel Verlag ist dieses Gedicht von Johann Wolfgang Goethe, dass mir seit einigen Tagen im Geiste umherschwirrt:

Geh´! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein:
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.


Genau.

- Gregor 20:11 [+] -
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[deutsch, deutscher, am deutschesten]
Mit Schrecken muß ich feststellen, wie oft ich Zeuge von Szenen werde, die in erschreckender Weise eine Verachtung menschlichen Lebens und Fremdenhaß offenbaren. Es geschieht oft, daß erst später, zum Beispiel bei der Wiedergabe des Ereignisses vor Anderen, eine wirkliche Reflektion dessen stattfindet, was sich da abgespielt hat.

Zwei dieser Erlebnisse will ich mal beschreiben:

Da passiert es bei Peek & Cloppenburg am Ku´damm, daß eine Asiatin mit einem Hemd in der Hand an der Kasse erscheint, daß sie bezahlen will. Nachdem die Verkäuferin sich den Preis angeschaut hat, mit dem das Hemd etikettiert wurde, meint sie einen Fehler zu erkennen. Offensichtlich weil die Kundin nicht deutscher Herkunft ist ( und auch nicht aus Westeuropa oder Nordamerika stammt ), fragt die Verkäuferin in scharfem, für mich bereits als beleidigend einzustufenden Tonfall, woher sie das Hemd habe. Nach einigen Rücksprachen mit anderen Verkäuferinnen und einem längeren Verhör der Kundin stellt sich heraus, daß das Hemd korrekt ausgepreist war. Während der ganzen Unterhaltung verwendete die Verkäuferin auch das persönliche, in diesem Fall aber abwertend gebrauchte Du. Die gesamte Gesprächsführung war ( möglicherweise bedingt durch ähnliche Erfahrungen der Verkäuferin ), so ausgelegt, daß die asiatische Kundin schuldig ist und entweder zu begrenzt für das Verständnis der deutschen Sprache oder mit Absicht dieses Verständnis verweigernd.

In der Greifswalder Strasse, in der Nähe des gleichnamigen S-Bahnhofs, gibt es einen Wochenmarkt. Dieser Markt findet immer dienstags, donnerstags und samstags statt und es werden die verschiedensten Waren feilgeboten. Die Spanne reicht von Kleidung über Blumen zu Lebensmitteln in allen Variationen. Unter anderem gibt es dort einen Wagen, der Antipasti verkauft. Während ich mir dort gerade meine Kollektion italienischer Vorspeisen einpacken lasse, kommt ein Mann mit einem Kind auf dem Arm vorbei. Das Kind, voller Neugier, greift in Richtung der Antipasti-Auslage. Der Mann läuft ohne zu stoppen weiter. Seine Stimme lässt sich klar und deutlich vernehmen: "Komm weiter, das ist nichts für Dich. Das ist nicht deutsch." Nun, ich hoffe, der Mann steht zu seinem Wort, was die Ernährung seines Kindes angeht:
- keine Pommes Frittes
- keine Cola
- keine Hamburger
- keine Spaghetti
- keine Pizza
für das Kind, obwohl das alles Sachen sind, die Kinder besondrs gerne essen. Ihr Nachteil: sie sind nicht deutsch. Bleibt einem nur, viel Glück zu wünschen, daß der gute Mann selber noch weiss, was er ansonsten alles essen kann. Ja, ich weiss: für das Kind wäre es gesund, einige dieser Spezialitäten öfter mal auszulassen. Aber leider auch sehr anstrengend für die Eltern, das eigene Kind anderen Kindern zusehen zu lassen, wie sie genussvoll (ausländisches) Essen verspeisen.

Vielleicht ist der stolze, deutsche Mann auch Raucher. Viele Raucher gehen nämlich öfter mal zu Vietnamesen, die ihre Existenz auf illegalem Zigarettenhandel aufbauen. Und um die Kosten für die Zigarettensteuer zu sparen, kaufen unsere deutschen Landsleute lieber dort. Und sparen, an den Kassen ihrer geliebten Nation vorbei. Wer nämlich illegal Zigaretten steuerfrei erwirbt, verhindert, dass unser schönes Heimatland dringend benötigtes Geld einnimmt. Da scheinen unsere Deutschtümler die Vietnamesen übrigens zu mögen: beim Geldsparen. Sonst würden sie ja nicht ständig zu ihnen gehen...

Was will ich eigentlich damit sagen, frage ich mich selber. Gar nichts, scheint es. Nur, daß dumpfer Fremdenhaß mir mittlerweile fast täglich begegnet. Daß die Gesellschaft drauf und dran ist, dieses Fehlverhalten gar nicht mehr zu bemerken, es als normal hinzunehmen. Und daß mir das richtige Angst macht.

- Gregor 20:02 [+] -
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[Anti-War-Blog]
Der in meinen Augen beste Blogger der Welt, dessen Anti-War-Bemühungen auch mich beeinflusst haben und dem dieses Blog seine Existenz verdankt, empfiehlt dieses Blog als bestes Anti-War-Blog. Also:
-rübergehen
-lesen
-staunen
-Kriegsbefürworter mit neuen Argumenten umstimmen

Viel Erfolg !

- Gregor 08:27 [+] -
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[Bloggen für Geld ?]
Da eigentlich alle Blogger kein Geld machen, wenn sie bloggen, stellt man sich die Frage, muss das so sein. Und kommt auch gleich mit einer Antwort: nein. Product Placement wäre möglich, z.B. in dieser Form:

Während ich hier so sitze und an meiner {Getränk} nippe, fällt mir folgendes auf, das ich jetzt mit meinem {PC-Hersteller} eintippen werde...

Nicht schlecht, oder ?

- Gregor 08:22 [+] -
...
[Schnee räumen]
So, wer
a) einen Hund hat
b) Schnee räumen muss
kann seinem Hund ja mal das hier vorlesen. Viel Spaß anschliessend...

- Gregor 08:12 [+] -
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- 17.2.03 -
[Mehr Hits bitte]
Da habe ich Trantute doch gerade eben bei meinem phatten w.bloggar entdeckt, dass ich weblogs.com anpingen kann, wenn ich einen neuen Eintrag in mein Blog mache. Na schön, dass ich schon die ganze Zeit damit arbeite, und erst jetzt mitkriege, was das Ding so alles kann. Auf jeden Fall bin ich mal gespannt, ob sich einige Leute von da drüben hierher verirren. Und während dessen drücke ich mal die Daumen, ne ?

- Gregor 20:50 [+] -
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[Dussmann]
Da waren wir am Wochenende bei Dussmann. Haben uns nach einer bestimmten Jazz-CD umgeschaut, eine bestimmte Klassik-CD mitgenommen und nach einem Buch gefragt. Die Jazz-CD ist äußerst hörenswert, weil sie Joey de Francescos Hammond-Orgel in den Mittelpunkt stellt, die Klassik-CD ist von Kamran Ince, dessen 2. Sinfonie ( The Fall of Constantinople ) als unglaublich gelungen zu werten ist, und Disclosure ist von Michael Crichton, dem spannendsten und mitreissendsten Science-iction-Autor der Welt.

Leider konnte mir bei allen Wünschen niemand helfen. Mehr noch, es taten sich Inkompatiblitäten zwischen mir und den Verkäufern auf. Für den guten Ruf, den Dussmann hat, war das ein herber Kratzer. Meine Rache war fürchterlich: Mit der dem Süchtigen eigenen Versessenheit habe ich auf einem der Internetrechner ein gewisses Blog als Startseite gespeichert und in die Favoritenliste aufgenommen. Ist das nicht wirklich mutig von mir ?

- Gregor 20:43 [+] -
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[Auweia]
So, Erziehungsberechtigte ( meine eingeschlossen ) mal wegschauen:

Habe heute morgen die eiserne Arbeitsantrittsregel der Bahn verletzt. Die wurde mir von einem Projektleiter bei einer Planungsbesprechung zu einem 190.000.000,00 € - Projekt mitgeteilt und lautet so:

Zur Arbeit erscheint man bei der Bahn
-nüchtern
-vollgefressen
-ausgeschissen.


Ich böser Bube habe es huete morgen geschafft, jede einzelne diser drei Forderungen mehr oder weniger schwer zu verletzen. Schuld daran sind meine Mutter und ihr Geburtstag, mein Kumpel Jan und sein Job als Barkeeper und nicht zuletzt ich selber und mein Reflex, mir Cocktailgläser an den Hals zu halten. So setzte sich der äußerst unterhaltsame Sonntag heute morgen fort, leider war es nicht gar so unterhaltsam. Habe aber mit meiner guten, 100 kg schweren Konstitution keine Probleme gehabt und scheine auch unbemerkt davon gekommen zu sein. Prost !

- Gregor 20:11 [+] -
...
[Extremismus]
Da habe ich mich also entschlossen, an der Mailingliste über die Manns teilzunehmen, die ich über den Bibliomaniac gefunden habe. Buddenbrooks von Thomas Mann ist das beeindruckendste Buch, das ich je gelesen habe. Joseph und seine Brüder vom selben Autor lese ich gerade, Der Untertan und Professor Unrat von Heinrich Mann fand ich auch sehr interessant. Wallenstein von Golo Mann ist in Arbeit, aber noch nicht aufgeschlagen, ebenso wie Zauberberg und Doktor Faustus von Thomas Mann. Die Mailingliste scheint also wie gemacht für mich.

Was lese ich da in meiner Begrüßungsmail:

Postings mit rassistischen, nazistischen oder
anderweitig menschenverachtenden Inhalten
führen unweigerlich zum Listenausschluß.


Aha. Soweit ja zu verstehen, diese Regel. Was mich an solchen Formulierungen immer stört, ist die Tatsache, dass linksextremistische Äußerungen dem Wortlaut nach toleriert werden.

Auf der Homepage das Fachgebiets Statik der Baukonstruktionen im Fachbereich Bauingenieurwesen gab es einmal eine Begrüßung der Form "Wir sind gegen rechte Gewalt". Ist ja auch richtig. Wurde aber weggenommen, als jemand im Forum nachfragte, ob sie denn für linke Gewalt seien.

Der Kommunismus hat der Welt mindestens genauso viel Gewalt und Leid gebracht wie der Faschismus und dessen deutsche Sonderform, der Nationalsozialismus. Die Sowjets ( die nicht nur aus Russen bestehen ) haben in Ostdeutschland einige Konzentrationslager gleich weiter betrieben. Im Archipel Gulag starben nach Angaben von Alexander Solschenyzin fast 70 Millionen Menschen. An der Mauer, die Deutschland für 28 Jahre teilte, wurden Menschen erschossen. Die Kulturrevolution und ihre davor und danach stattfindenden Nebensäuberungen in China färbten die Nationalflagge des Landes rot: mit dem Blut unzähliger Regimegegner. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Korrekt wäre es also, solche Regeln in Zukunft auch mit dem Term linksextremistisch zu versehen. Dessen Berücksichtigung unter anderweitig menschenverachtenden Inhalten wird seiner geschichtlichen Bedeutung nämlich bei weitem nicht gerecht.

Soviel dazu. Werde mich aber hüten, dies als Antwort auf die Begrüßungs-e-mail zu schicken. Habe es ja hier erwähnt. Um mit den Worten von Hunter S. Thompson zu sprechen:

"Warum ins eigene Nest scheissen ?"

- Gregor 19:59 [+] -
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- 15.2.03 -
[Gute Tips]
So, mit dem Bildungsblog haben wir es heute aber. Gibt es da doch diese Tips eines Professoren zum guten Bestehen einer Klausur. Das kann ich auch. Hier meine Tips für Fussballer, wie man auf jeden Fall gewinnt:

1. Mehr Tore als der Gegner schiessen.
2. Weniger Tore als der Gegner kassieren.

Befolgt man diese vielsagenden Hinweise, kann eigentlich gar nicht schiefgehen, oder ?

- Gregor 20:49 [+] -
...
[Lehrer]
Da gibt es ja das Bildungsblog, wo einer, wenn er will, was über / für / gegen / zur Bildung mitteilen kann. Ist nämlich ein offenes Blog und auch ordentlich interessant.

Ich habe meine eigene Meinung zum Thema Bildung, die eventuell nicht ganz mit der dort hauptsächlich vertretenen Meinung übereinstimmt, aber das ist eine andere Sache. Generall haben Gegner der klassischen Bildung jedoch anscheinend recht: Oder wer möchte eine Direktorin haben, die aus ihrem Mercedes aussteigt, sich daneben hinhockt und ihren Geschäften nachgeht.

- Gregor 20:45 [+] -
...
[Frauen]
Zwischen mir und meiner Frau gab es heute geringe Spannungen, die aber von ihrer Natur her nur als unbedeutend zu bezeichnen sind. Im Rahmen des Zusammenlebens von drei Personen ( Maria, Junior und ich ) kommt es halt zum Beispiel darüber zu Differenzen, wie man was durchzuführen hat. Einer dieser Momente liess sich herab, am heutigen Tage aufzutreten, und deswegen zog sich für einen kurzen Moment eine Gewitterwolke über uns zusammen. Wirklich nichts schlimmes, und danach fragt man sich meistens, worüber man sich eigentlich aufgeregt hat.

Dabei fiel mir jedoch ein englisches Gedicht ein, das mir einer meiner Cousins während einem unserer sinnlosen Besäufnisse beigebracht hat. Da es so wunderschön auf das passt, was viele Männer über viele Frauen in ähnlichen Situationen wie der unsrigen heute denken, gebe ich es hier wieder, möchte mich jedoch gleich davor verwahren, zu viel hineinzudeuten:

When I was a little boy
my father said to me
every girl is beautiful
if you try to see.
Now I´m a few years older
I´m not poor and I´m not rich
But one thing I know for sure
Every girl, every girl
Every girl is a witch.


Wie gesagt, schnell aufnehmen, drüber lachen ( wenn vom Mars ), drüber fluchen ( wenn von Venus ), noch schneller vergessen und mit freundlicher Gesinnung weiter l(i)eben. Drüber lachen oder fluchen, schnell vergessen und weiter lieben ist übrigens auch ein guter Wegweiser durch jeden Streit mit dem geliebten Menschen an eurer Seite.

- Gregor 20:22 [+] -
...
- 14.2.03 -
[Jazzradio]
In Berlin und im Internet kommt man in den Genuß, rund um die Uhr Jazz zu hören. Natürlich muß man das wollen (und als Genuß empfinden) und auch ein Radio besitzen, aber dann steht dem nichts im Wege. Nun habe ich beobachten können, daß Jazz generell eine sehr spezifische Klientel hat. Auch und gerade in dieser Klientel finden sich viele Frauen.

Musik hat in den meisten Fällen eine, ähmmm, anregende Wirkung auf das weibliche Geschlecht und seine Vertreterinnen, so daß, wer sich also eine weibliche Jazzliebhaberin angeln will (um sie lieb zu haben), der Einsatz eben dieses Jazzsenders Wunder leisten könnte. Warum ich diese Behauptung aufstelle ? Offensichtlich hat Jazzmusik unglaublich große Wirkung auf weibliche Fans. Wie sonst erklärt man sich, dass zwischen den hörenswerten Musikstücken dauernd Werbung läuft, die Vaterschaftstests für jedermann anbietet ?

- Gregor 12:01 [+] -
...
[Zivilrechtliche Schritte]
Eine Initiative, bestehend aus mehreren Soldaten, Eltern von Soldaten und sechs Kongreßabgeordneten, versucht, Präsident Bush und den Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ( dessen Namen zum Verständnis seiner Absichten man ruhig deutsch aussprechen sollte ) mit einer einstweiligen Verfügung von ihrem liebsten Steckenpferdchen abzuhalten, dem Krieg gegen den Irak.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Richter sich da anschliesst.

- Gregor 07:37 [+] -
...
[Briten]
Vor dem Londoner Flughafen Heathrow stellt die britische Regierung Panzer auf. Man beruft sich auf Informationen, denen zufolge sich Luftabwehrraketen in den Händen von Terroristen befinden.

Man will höchstwahrscheinlich eine terroristische Invasionsarmee von der Landung im Vereinten Königreich abhalten, jedenfalls würden sich Panzer für diesen Zweck besser eignen als zum Schutz von Zivilflugzeugen vor Surface-Air-Missiles SAM. Gegen einzelne Täter würden sich meiner Ansicht nach Scharfschützen, die an strategisch vorteilhaften Punkten rund ums Flughafengelände und in Richtung des An- und Abflugs postiert sind, besser machen. Deren größter Nachteil: per Definition arbeiten sie im verborgenen. Und so kann ihr Anblick die britische Öffentlichkeit nicht auf den anstehenden Krieg einschwören. Der Krieg der öffentlichen Meinung hat also schon lange begonnen.

Wo wir gerade bei den Briten sind: dieses Volk ist ja immer für Fairplay gerühmt worden, das es auch im Kriegsfall von anderen Nationen unterscheidet. In meinen Augen verhalten sich da die Briten nicht besser und nicht schlechter als viele andere Kriegsparteien.
- Vom Falklandkrieg gibt es zum Beispiel eine Geschichte, in der britische Überwassereinheiten einen schweren argentinischen Kreuzer versenkten, und die Besatzung nicht aufnahmen. Dass die Seeleute die 1500 Meilen Entfernung zum nächsten Festland nie überbrücken konnten, war anscheinend niemandem klar.
- Bei der Versenkung der Bismarck im 2. Weltkrieg überlebten nur 115 Seeleute. Dass vorher fast die gesamte britische Flotte an der Jagd dieses Schiffes über den halben Nordatlantik teilgenommen hat, hat sie offensichtlich so erschöpft, dass sie nicht mehr Seeleute retten konnten.
- Wenn man, wie das Vereinte Königreich, mit nur 60.000 Soldaten 300.000.000 Inder kontrolliert, braucht man auch etwas mehr als Fairness.
- Im Luftkrieg über Deutschland, der sich zu einem großen Teil ausführlich mit der Zivilbevölkerung beschäftigte, vermisst man den unmittelbaren Eindruck von Fairness ebenso.

Wie ich bereits ausgeführt habe, haben sich die Briten nicht schlechter als andere kriegsführende Staaten benommen, aber auch nicht besser. Ihnen also weiterhin übertriebenes Fair Play zu zuschreiben, halte ich für unangemessen. Aber das nur am Rande...

- Gregor 07:34 [+] -
...
- 13.2.03 -
[Hitsucht]
Habe ich ja schon erwähnt, dass ich süchtig nach euren Einschlägen auf meinem Blog bin, oder ? Habe mich deswegen entschlossen, auch meinen Cousin Kristian von diesem Vorhaben zu informieren, deswegen:

Hallo, Kristian.

Habe ihn ganz nebenbei angeködert und wollte ihn einen Tag später mit Hilfe eines Rätsels auf die Fährte bringen. Der liebe Kristian ist aber, im Gegensatz zu mir, ein Vol(untär)lblut-Investigativ-Journalist, und deswegen hatte er diese Seite schon gefunden, bevor ich mein grandioses Rätselchen auf ihn loslassen konnte. So ein Spielverderber kommt einem nicht alle Tage vor die Flinte, darum: Das hast Du jetzt davon, musst ohne Rätsel leben !

- Gregor 20:43 [+] -
...
[Bierbauch]
So, mein Waschbrettbauch voller Wäsche ist also kein Produkt eines eisernen Trinkregimens, sondern bedingt durch schwere genetische Vorteile. Hoffentlich hat die Süddeutsche Zeitung bei meiner Frau ebenso hohes Ansehen wie bei mir.

- Gregor 20:38 [+] -
...
[Freitod und Resonanzkatastrophe]
In der Kommentardiskussion zu diesem Beitrag verurteile ich Monoklon, weil er sich für das Thema Freitod zu begeistern scheint. Und schon stosse ich hier auf das nächste Blogstück zu diesem Thema. Scheint heute also ausreichend bebloggt zu werden, dieses Thema ( so wie jetzt gerade hier ).

Um auf dieser Schiene mal vom Sakrileg des Freitodes wegzukommen, ist doch erstaunlich, mit welchem Rückkopplungseffekt sich die Blogsphäre in kurzer Zeit auf bestimmte Themen stürzt, die dann gigantische Hitfluten über einzelnen Seiten zusammenstürzen lassen. Erinnert sei an das lustige World War 2.5, dessen Host damals, als es überall verlinkt wurde, bestimmt tagelang zusammenbrach. Aber darum machen wir das ja alle hier, nicht ?

Um in Bildern der Physik zu sprechen:
Gewisse Themen (Objekte) haben eine Eigenfrequenz, die mit der Betriebsfrequenz der Blogsphäre (Erreger) übereinstimmt. Die Resonanz führt dann in sehenswertem Tempo zum Aufschaukeln der Frequenz des Themas (Objektes), was ohne Dämpfung eine Resonanzkatastrophe nach sich zieht (Desinteresse am Thema und Fallenlassen). Alles klar ?

- Gregor 20:36 [+] -
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[Wie bitte ?]
Ich dachte, wir Deutschen stehen auf einer Stufe mit Kuba und Lybien. Nun sehe ich bei der Anmeldung zu einer Yahoo-group, dass man mir als Heimatland anbietet: Deutschland, Afghanistan, Albanien. Na, wer hätte das gedacht ?

Hat aber wohl mehr mit Cookies und dem Alphabet zu tun, glaube ich.

- Gregor 19:59 [+] -
...
[Federal Bureau of Investigation]
Aha. Die Staatssicherheit ist also nicht der einzige Geheimdienst der Welt, der sich recht intensiv mit dem Leben aller möglichen Personen beschäftigt, und dabei ganz vergass, dass man in einem Rechtsstaat für solche Untersuchungen

a) einen Verdacht
b) einige Indizien
c) einen Staatsanwalt

braucht. Auch die Jungens vom FBI haben so manchen unter die Lupe genommen (und tun es mit Sicherheit weiterhin), weil er auch im Fokus der Öffentlichkeit stand. Nicht, dass ich das mit Überraschung feststellen muss. Ist nur so, dass man sich bei einigen Namen auf dieser Liste fragt, welche Beweggründe den Anlass für solch penible Arbeitsweise gaben.

- Gregor 19:29 [+] -
...
[Unwort]
Zum vorläufigen Unwort des Praktikums küre ich kurzerhand diesen Begriff:

P-Einsparung

Hat jemand eine Ahnung, was das bedeuten könnte ? Eine Idee ? P steht für Personal: gemeint sind also Personaleinsparungen, die zwangsläufig im Rahmen von Ertüchtigungsmaßnahmen auftreten.

Generell wird ja überall in unserer schönen, profitorientierten Gesellschaft darauf geachtet, möglicht viel der auf Kohlenstoff basierenden Lebensformen durch auf Silizium basierende Recheneinheiten zu ersetzen. Wie sinnvoll das langfristig für unser soziales Gefüge ist, und wo das auch für die dann profitablen Unternehmen hinführt, werden wir schon noch früh genug erfahren. Dass aber offensichtlich die Abneigung vor anderen Menschen so groß wird, daß man sie nur noch mit einem einzigen Buchstaben anspricht, ist schon mal ein herber Schlag in die Magengrube.

Ich bin auch nur ein P. So wie wir alle.

- Gregor 14:48 [+] -
...
[Missverständnis]
Da hat jemand aufgrund eines Dialektes ein Wort so falsch verstanden, dass die arme Katze drunter leiden muss. Klingt unglaublich, oder ?

- Gregor 14:41 [+] -
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[Pech gehabt]
Hat doch jemand für sein Büro ein neues Gebäude gebaut. Hat sich als Bauherr in Sichtbeton verliebt ( ich mag das auch, wenn es richtig ausgeführt ist ) und demzufolge das gesamte Gebäude in eben diesem Werkstoff ausführen lassen. Hat sich schliesslich ein Elektriker beim Verlegen von Leitungen herabgelassen, und die fertigen Wände geschlitzt. Warum ihm keiner was von Sichtbeton gesagt hat, weiss ich nicht. Ist dem Bauherrn auch ziemlich egal, rückblickend betrachtet. Satz mit X: War wohl nix.

- Gregor 10:49 [+] -
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[Dresden]
In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 zerstörten die Allierten eine der schönsten Städte Deutschlands durch den größten mit konventionellen Waffen jemals durchgeführten Luftangriff vollständig. Dabei kamen zwischen 30.000 und 300.000 Menschen um, je nachdem, welcher Schätzung man glauben will. Zum Vergleich: in Hiroshima fanden um 80.000 Menschen den Tod. In Dresden werden heute nacht die Glocken aller Kirchen läuten, wie sie dies jedes Jahr zum Zeitpunkt des Angriffs tun.

Der Zusammenhang zu diesem Blog ist dieser: Kurt Vonnegut hat in seinem herausragenden Buch über diesen Angriff, Slaughterhouse 5, einen Satz am meisten verwendet: So it goes.

- Gregor 10:45 [+] -
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- 12.2.03 -
[Osamas Video]
Eine interessante Sicht auf das Video vom Top-Terroristen Osama bin Laden deutet dessen Motiv dahingehend, dass er Krieg genauso will wie George Bush: Einerseits kann er politisch Kapital draus ziehen was neuen Zulauf für seine Organisation angeht, andererseits wird Hussein abgesetzt, zu dem Osama bin Laden entgegen der Ansicht von Rumsfeld nie gute Beziehungen hatte ( und den er im Video verurteilt ).

- Gregor 22:24 [+] -
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[Dienstreise]
4:45 Wecker klingelt, blitzschnell ausschalten
4:47 Augen aufschlagen, umdrehen, Wärme bei Maria suchen
4:52 langsam ins Wohnzimmer schleichen, Junior nicht wecken
5:00 selbstgeschmierte Stullen essen
5:03 Bericht im Frühstücksfernsehen über Karies bei Kindern, Notiz an Maria verfasst, das Zitronensäure vermieden werden muss
5:09 aufgegessen, Suche durch Videotext nach Interessantem brachte mit halbverschlossenen Augen wenig
5:24 Zähne geputzt, rasiert, deodorisiert, FIT!
5:32 Anzug angezogen, Fernseher ausgeschaltet
5:35 an Straßenbahnhaltestelle angekommen, Buch ausgepackt, fröstelndes Lesen
5:41 panisches Umschauen nach Straßenbahn, Fahrplan nochmal durchsucht
5:47 Straßenbahn bestiegen, stehend weiter gelesen
6:00 Am Alex ausgestiegen, S-Bahn anvisiert, eingestiegen, gelesen
6:05 Ostbahnhof ausgestiegen, in Zeitungsladen gewackelt, gegen Kauf amerikanischer Sportzeitung entschieden
6:11 gegen Kaffeekauf entschieden, weil mit Anstehen verbunden
6:17 Bahn verflucht, weil Waggon 23 bei weitem seinen Standort laut Wagenstandsanzeiger verfehlt hat
6:19 gemütlich in Sitz gepresst, gelesen
6:45 Kollege steigt in Spandau zu, grinst und geht auf Klo
6:55 Kollege wieder da, setzt sich, fängt Gespräch an
7:25 wieder lesen
8:00 mit Verspätung in Ludwigslust aus ICE gehopst, nächsten Kollegen getroffen, schnell in warmen Regio nach Schwerin eingestiegen, interessante Unterhaltung angefangen
8:45 in Schwerin von nächstem Kollegen in Empfang genommen, mit dessen Privatauto ins Büro gefahren
9:00 Besprechung fängt 15 Minuten zu früh an, Kalender an Wand wie immer falsch
9:05 Zeitplan kriegt erste Probleme, Gespräch über belanglose, aber interessante Stützwand fängt
12:20 Mittag essen gehen, wie immer zu kleine Portion erhalten
12:45 Besprechung geht weiter
14:25 Besprechung zu Ende, Kollegen auf mögliche zügige Heimfahrt hingewiesen, erklärt, dass Junior sich nach Papa sehnt und umgekehrt, als einziger bereits wieder zurück gefahren
14:37 Bus kommt endlich
14:50 am Schweriner hauptbahnhof endlich ausgestiegen, Zeit im Zeitungsladen vertrödelt, Brause gekauft
15:16 Regio fährt pünktlich ab, lesen
15:43 Regio kommt pünktlich in Ludwigslust an
15:48 Durchsage vernommen, dass ICE nicht pünktlich abfährt, 15 min fröstelnd gelesen
16:03 ICE fährt ab, Platz gesucht, gelesen
17:33 am Zoo ausgestiegen, zur S-Bahn gewackelt, gelesen
17:52 am Alex raus, bei Burger King mit letztem Geld 2x 99 Cent Burger gekauft
18:01 Straßenbahn bestiegen, lesen
18:19 ausgestiegen, nach Hause gelaufen, Junior in die Arme genommen
18:21 Maria gedrückt
18:25 essen, lachen, reden
18:35 aufräumen
18:50 duschen
18:57 Stullen schmieren für morgen
19:02 Milch machen für Junior, Junior wickeln
19:05 Batterie für Uhr suchen
19:07 Junior ins Bett
19:11 Batterie gefunden, lesen
20:02 ausgelesen !
20:05 Laptop anwerfen, bloggen
irgendwann: pennen, knacken, ratzen, röcheln, schlafen, dösen


- Gregor 21:58 [+] -
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[Unerträglich leicht]
Dreihundertundeins Seiten hat die 34. Auflage des wohl bekanntesten Buches von Milan Kundera. So viel, dass ich mir auf den ersten hundert dieser Seiten gewünscht habe, es möge schnell vorbei sein. So wenig, dass ich am Ende der Lektüre traurig war, dass es vorbei war.

Unerträglich leicht kam es mir bezeichnenderweise anfangs vor, fing das Buch doch erst im zweiten Drittel an, sich von seiner zwar eloquenten und witzigen, auch "höchste intellektuelle Ansprüche" befriedigenden, trotzdem offen zu Tage tretenden Belangenlosigkeit zu lösen. Bis dahin unterhielt es mich mit geistreichen Einfällen von erschreckender Vertrautheit, mit wunderschönen Bildern und tiefer Einsicht in die weite Gedankenwelt des Autors, konnte aber bei mir keine mitreissende, tiefe Anteilnahme erzielen.

Erst dann nimmt die Handlung Bezug auf größere Probleme als die Flucht Einzelner vor ihrem Glück, weitet den Blick auf alle Menschen. Und fokussiert gleich danach zurück auf das Individuum. Es hat von da ab bis zum Ende schlagartig meine volle Aufmerksamkeit. So sehr das Buch mich anfangs nur amüsierte, weil ich es für zwar einfallsreich, aber oberflächlich hielt, so sehr nimmt die Relevanz der getroffenen Aussagen mit jeder Seite zu. Antworten gibt auf es einige der wichigsten Fragen der Menschheit:
- Was ist Verrat ?
- Was passiert ihn unserem Innern, wenn uns schwindelig ist ?
- Haben die Ideologen des 20. Jahrhunderts schuld oder wollten sie nur Gutes ?
- Was hat körperliche Liebe mit Gewalt zu tun ?
- Was bedeutet Liebe ?
- Hat Beruf(ung) etwas mit Talent zu tun ?
- Ist Sexualität wertvoll ?
- Was bedeutet die Vertreibung aus dem Paradies für Mensch und Tier ?
- Was ist Geschichte ?

Zur Beantwortung dieser Fragen benötigt Kundera nicht viel Handlung. Erzählt wird sie mit Vor- und Rückblicken, und manchmal erlebt man die gleichen Szenen nacheinander aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Viel wichtiger sind aber die Gedanken des Erzählers, seine präzise sezierende Offenlegung der Ursachen und Beweggründe des Handelns und Denkens nicht nur der Personen, über die berichtet wird, sondern auch des Autors selber, und diese Einsichten nehmen den weitaus größten Teil des Buches ein.

So unerträglich leicht mir das Buch am Anfang vorkam, seine Bedeutung nahm mit jeder Zeile zu. Bis es letztendlich schwer war, eine Reise vom Positiven ins Negative, um wie Permanides zu denken. Für mich als Leser verlief die Beurteilung andersrum, ich kann es guten Herzens empfehlen: Es macht froh.

Übrigens, eine neue Erklärung liefert Kundera auch für Optimismus und Pessimismus, und wegen ihres vernichtenden Urteils über uns Menschen bringe ich sie hier in halbwegs ungekürzter Form:

Nehmen wir an, dass es im Weltall einen Planeten gibt, auf dem alle Menschen noch einmal geboren werden. Sie werden sich an ihr Leben auf der Erde erinnern und sich aller Erfahrungen, die sie dort gesammelt haben, bewusst sein.
Vielleicht gibt es noch einen Planeten, auf dem wir alle ein drittes Mal geboren werden, mit den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Leben.
Und vielleicht gibt es noch weit mehr Planeten, auf denen die Menschheit neu geboren wird, immer um einen Grad (um ein Leben) reifer.
...
Wir auf der Erde (auf dem Planeten Nummer eins, auf dem Planeten der Unerfahrenheit), wir können uns nur eine sehr unklare Vorstellung machen, was mit dem Menschen auf den anderen Planeten geschehen wird. Wird er klüger sein ? Liegt die Reife überhaupt in den Möglichkeiten des Menschen ? Kann er sie durch Wiederholung erlangen ?
Einzig in der Perspektive dieser Utopie ist es möglich, die Begriffe Optimismus und Pessimismus sinnvoll zu verwenden: ein Optimist ist jemand, der gleubt, auf dem Planeten Nummer fünf sei die Geschichte der Menschheit weniger blutig. Ein Pessimist ist jemand, der das nicht glaubt.

Falls es jemand interessiert, als nächstes ist Stendhal mit Rot und Schwarz dran.

- Gregor 21:36 [+] -
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- 11.2.03 -
[Schwindel]
Wie sagt Milan Kundera in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins so schön:

Wer stets höher hinauswill, muß damit rechnen, daß ihn eines Tages Schwindel überfällt. Was ist das, Schwindel ? Angst vor dem Fall ? Wieso überkommt uns dann Schwindel auch auf einem Aufsichtsturm, der mit einem Geländer gesichert ist ? Schwindel ist etwas anderes als Angst vor dem Fall. Schwindel bedeutet, daß uns die Tiefe anzieht und lockt, sie weckt in uns die Sehnsucht nach dem Fall, eine Sehnsucht, gegen die wir uns dann erschrocken wehren.

Das ist das erste Mal, daß ich darüber von jemand anders als meinen eigenen Gedanken höre. Nah an einem Abgrund stehend, wird mir nicht schwindelig, aber Angst und Bange. Trotz meines Unwohlseins schaue ich hinunter in die Tiefe und denke immer dran, wie hoch das ist, und was wäre, wenn ich falle...und obwohl mich fast Ekel ergreift vor diesem Gedanken, bleibe ich stehen und schaue. Ist das wirklich Sehnsucht nach dem Fall ?

- Gregor 20:28 [+] -
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[Astronomie für Amatuere]
In all den Jahren, in denen ich meinen geschundenen Leib über die Oberfläche dieses Planeten schleppe, konnte ich immer wieder die Erfahrung bestätigen lassen, dass gewisse Grundkenntnisse in der Astronomie bei meinen Mitmenschen auf Interesse stoßen. Sei es ein guter Freund, der gebannt durch den Feldstecher aus Beständen der russischen Armee starrt, den ich mein eigen nenne, und der gar nicht glauben kann, dass die vier grossen Monde des Planeten Jupiter bereits mit einem so kleinen optischen Instrument scharf und wunderschön hervortreten. Oder sei es eine junge Frau, der ich auf einem nächtlichen Spaziergang die unserer Milchstrasse am nächsten gelegene Galaxie zeigen konnte, ein Objekt, das jedermann sehen kann und das doch kaum einer kennt. Wahrscheinlich nicht deswegen hat sie mir kurze Zeit später das Jawort gegeben, aber wissen tut man das ja nie, oder ?

Nun, der Beobachtung des nächtlichen Sternenhimmels steht weniger im Weg, als man gemeinhin annimmt. Man braucht einen Feldstecher ( für Tips zu den Proportionen siehe hier ), im Winter warme Kleidung, einen Sternenatlas und natürlich ein bisschen Interesse. Damit geht man raus und sucht sich einen dunklen Platz mit freier Rundumsicht. Stadtbewohner wie ich haben es da etwas schwerer, weil es sein kann, dass man sich für einen guten, dunklen Himmel etwa 50 km von der Stadt ( in meinem Fall Berlin ) entfernen muss. Das mache ich wegen der längeren Fahrt generell nur in Begleitung, und da liegt meiner Erfahrung nach der grösste Nachteil dieses Hobbys: an den wenigen Tagen, wo geringe Bewölkung und Luftverschmutzung einer guten Beobachtung nicht im Wege stehen, kriegt man dann kurzfristig keine Verabredung mit seinem Astrokumpel hin. Landbewohner haben es da einfacher, ihr Weg in völlige Dunkelheit ist entsprechend kürzer. Ein Grund mehr, die Sternenbeobachtung sofort aufzunehmen...

Ein Tip von mir, was grössere Instrumente angeht: Erstmal einige Zeit mit Feldstecher, Himmelsatlas und später vielleicht mit einem Fotoapparat rumhantieren. Fotos von Sternen oder Kometen kann man nämlich nur machen, wenn man lange genug belichtet. Das Problem dabei ist, dass sich während dieser langen Belichtung die Erde dreht, und somit relativ zum Fotoapparat auch die Sterne Bewegung aufnehmen. Dies kann man leicht durch eine Montierung, sei sie selbstgebaut oder aus dem Fachhandel ausgleichen, die die Kamera entgegen der Erddrehung nachführt. Bis man sich mit dieser Nachführung, den Belichtungszeiten und lohnenden Motiven auseinandergesetzt hat, sind einige Monate rum und man hat sich selbst bewiesen, dass sich der Kauf eines größeren Instrumentes lohnt.

Der Nachteil bei den Teleskopen ist nämlich der: gute Instrumente kosten irrsinnig viel Geld. Unter 3000 Euro gibt es nicht viele Geräte, die gut sind. Und mit den billigen Dingern wird der Frust schnell Grenzen erreichen, die die Fortsetzung des gesamten Hobbys gefährden. Hat man soviel Geld, kann man aber wirklich tolle Beobachtungen machen und noch tollere Fotos schiessen. Natürlich muss man die Transportprobleme lösen, das schwere Gerät an geeigneter Stelle aufbauen, auf richtige Temperaturen der Optik warten, keine Angst vor Wildschweinen zeigen, und dem Los des Erfrierens mit Todesverachtung gegenüberstehen.

Also, raus aus den Federn und die dem Winter eigene frühe Dunkelheit ausnutzen: Dieser Komet kann euer Start in ein atemberaubenden Zeitvertreib sein.


- Gregor 20:19 [+] -
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[Geschichte Berlins]
Wer sich intensiv mit der Vergangenheit unserer Hauptstadt auseinandersetzen will, kann ruhig für eine Weile hier sein Auge ruhen lassen.

Da ich vorhabe, mich in den nächsten Jahren mit der Geschichte meiner Gemeinde und ihrer Kirche zu beschäftigen, werde ich wohl öfters auf die oben erwähnte Berliner Historienseite zurückgreifen. Immerhin, in drei Jahren wird die Gemeinde 100 Jahre alt...

Übrigens gibt es irgendwo auf dieser Seite auch literarische Spaziergänge, glaube ich.

- Gregor 14:35 [+] -
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[Mampfen]
Hat hier jemand einen Preis gewonnen, weil er 3 Pfund Hamburger gegessen hat.

Hmm, ein Kumpel von mir hat einmal in einer sehr speziellen Stimmung 1,3 kg Hackepeter in Form eines falschen Hasens verschlungen, und nebenher etwas Kartoffelbrei und Erbsen mit Möhren. Davor, dabei und danach haben wir ihm einige Pampelmusen gereicht, getreu dem Leitsatz der Vergnügungssucht, daß wir soviel Vitamin C brauchen, wie wie kriegen können.

Ich habe nur 0,7 kg von dem falschen Hasen geschafft...

- Gregor 08:48 [+] -
...
- 10.2.03 -
[Mirage]
Der Name des Friedensprojektes, an dem die Regierungen Frankreichs und Deutschlands seit Jahresbeginn arbeiten, lautet also Mirage. Diese Online-Übersetzung liefert den Begriff Luftspiegelung als Übersetzung ins Deutsche. Der Begriff passt somit, zumindest im Hinblick auf die Täuschungsmanöver der irakischen Regierung. Die vorgesehenen französischen Kampfflugzeuge haben übrigens denselben Namen.

Was das Projekt jedoch tatsächlich beinhaltet, bleibt so unklar wie der Name andeutet. Verteidigungsminister Peter Struck jedenfalls erklärt erstmal, "Blauhelme stehen nicht zur Debatte". Außenminister Fischer, dem der Kanzler seine zweite Legislaturperiode zu großen Teilen verdankt, ist sichtlich verstimmt über den Zeitpunkt der Bekanntgabe und scheint sich mit dem Kanzler ein erhitztes Telefonat geliefert zu haben. Klärung erfolgt ab sofort nicht mehr unter vier Augen, sondern in Sitzungen des Koalitionsausschusses.

Die Regierung der Vereinigten Staaten reagiert gleich mit einer vollen Breitseite:
- unser aller Liebling Donald Rumsfeld (an den sich Sabine Christiansen, sichtlich beeindruckt, nicht richtig herangewagt hat) spricht von "schändlichem" Verhalten, weil gleichzeitig die Abstimmung in der NATO durch Deutschland, Frankreich und Belgien blockiert wird
- Colin Powell setzt Belgien, Frankreich und Deutschland schnell mal ein Ultimatum von sage und schreibe 24 Stunden für diese Blockade der NATO-Entscheidung
- Investitionsplanungen für US-Stützpunkte in Deutschland werden generall überprüft oder eingestellt

Wie der ehemalige Genreralinspekteur der Bundeswehr, Klaus Naumann, richtig herausstreicht, ist die bisherige Anlaufphase des deutsch-französischen Vorschlags für "töricht, schädlich, für einen Skandal" zu halten. Er weist weiter korrekt darauf hin, dass die UNO-Truppen in einem Land, dessen Machthaber sich auf seine Waffen stützt, über kurz oder lang in Interventionen verwickelt sehen, sobald sie ernsthaft eine Entwaffnung vorantreiben wollen.

- Gregor 18:18 [+] -
...
- 8.2.03 -
[Hintergrund]
Äusserst phatte Hintergrundbilder für den Desktop des von Euch zum Surfen auf z.B. diese Seite verwendeten Rechners gibt es hier. Das Bild, das sich auf meinen Hintergrund erstreckt, ist übrigens dieses. Zu beachten ist eigentlich bloss, die Bilder in der von Euch verwendeten Auflösung herunterzuladen, sonst verschenkt man ja was an optischer Brisanz, ne ?

- Gregor 20:12 [+] -
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[Hits]
Pssssst, niemandem sagen: Ich bin ein Hit-Junkie !

Kommt ja langsam, trotz des zweifelhaften Inhalts dieser Seite, Bewegung in die Sache. Da verlor der Hitzähler dramatisch an Fahrt, als er sich der 200er Marke näherte, um anschliessend in einer eruptiven Tempozunahme weit darüber hinauszuschnellen. Womit der Beweis erbracht wäre, dass das Kommentieren auf anderen Blogs die Anzahl der eigenen Hits hochtreibt.

Bleibt ja nur noch eines rauszukriegen: Welche Tricks muss man anwenden, dass die Hits zu Re-Hits werden, will meinen, dass sich einige der Kommentar-von-wem?-Ich-drück-mal-diesen-Button-Leute zum wiederholten Besuch von So it goes entschliessen ? Hat da jemand eine Ahnung ? Oder funktioniert das nur über interessanten Inhalt ?

Ja, ja, dieser Eintrag stammt wieder aus der Rubrik des Redakteur-losen Hobbyjournalisten mit Analogmodem und Freeneteinwahl. Deswegen mache ich ja schon Schluss...

- Gregor 19:57 [+] -
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[Nächste Bücher]
Eines der bewegendsten Bücher meines Lebens habe ich nun abgeschlossen. Tief bewegt kann ich sagen, dass es sogar den Sprung in meine Liste der Bücher, die man auf eine einsame Insel mitnimmt geschafft hat:

- Buddenbrocks von Thomas Mann
- Der Archipel Gulag von Alexander Solschenyzin
- Ein Tag länger als ein Leben von Tschingis Aitmatov
- Lord of the Rings von JRR Tolkien

Übrigens gilt diese Liste nur für den Fall, daß eine relativ schnelle Rettung von der Insel in Aussicht steht. Sollte die Situation sich als fataler erweisen, würde ich wahrscheinlich eher 12-bändige Bücher über Deutsche Geschichte oder die Encyclopedia Britannica mitnehmen.

Mit dem anderen hier schon einmal erwähnten Buch, In Stahlgewittern von Ernst Jünger, bin ich auch gerade fertig, so dass ich voller Vorfreude meine Augen eine Zeitlang auf mein Regal richten konnte, in dem die Bücher stehen, die ich noch nicht gelesen habe ( ein großes Zu-erledigen-Schild schwebt vor meinem geistigen Auge, wenn ich dieses Regal ins Visier nehme ). Auf ihm sammeln sich die Geburtstagsgeschenke aller meiner Verwandten und Bekannten, bis ich mich ihnen zuwenden kann. Eigentlich jedes von mir gewünschte Geschenk ist ein Buch, dazu kommen dann noch viele Bücher, die ich mir selber schenke. Trotz eifrigsten Lesens habe ich dort immer um die 25.000 Seiten Buch zur kurzfristigen Auswahl.

Heute fiel meine Wahl auf den 1. Band von Joseph und seine Brüder von Thomas Mann und Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kondera. Das erste Buch ist von einem meiner drei Lieblingsautoren ( T. Mann, U. Eco, Hunter S. Thompson ), das zweite wurde mir wärmstens empfohlen. Beide harrten, auf ihre Chance wartend, schon lange auf dem Regal aus.

Der Epilog zum ersten Band Die Geschichten Jakoobs aus Joseph und seine Brüder ist übrigens eine über fünfzig Seiten lange, epochale, in exzellentem Deutsch geschriebene, beeindruckende, rasante und irrwitzige Fahrt durch die Geschichte der Menschheit, die man auch dann lesen sollte, wenn man den Rest der vier Bände für überflüssig befindet.

Solten mich die beiden Bücher über alle Maßen beeindrucken, gibt es an dieser Stelle natürlich wieder was darüber zu lesen: solange kann man mich beim Essen, Bahnfahren und vor dem Schlafen lesen sehen...

- Gregor 19:46 [+] -
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- 7.2.03 -
[Mal so nebenbei]
Da hat mich die Unsitte der kurzen Blogeinträge doch wirklich erfasst. Leider wird dies bis mindestens morgen abend auch so bleiben, eine Vielzahl von Terminen verhindert jedwede größere Schreibaktion. Ich hoffe diesbezüglich auf Verständnis.

Ansonsten bin ich zur Zeit auch etwas egoistisch: Versuche immer wieder, andere Blogs zu lesen, und sobald mir ein Kommentar einfällt, diesen dort auch abzugeben. Einerseits finde ich so Blogs, deren Aufnahme in meine Linksliste sich lohnt, andererseits hoffe ich auf den einen oder anderen Hit. Ich gebe es offen zu, ich bin süchtig nach den Zahlen da auf der linken Seite...

Nebenbei erwähnt, Sohnemann hat heute mal wieder unsere Nachtruhe perforiert. Die viele Arbeit der letzten Zeit führt übrigens dazu, dass er auf meiner Anwesenheit bei nächtlichen Beruhigungsaktionen besteht. Das mach mich natürlich stolz, aber, naja, durchschlfen wäre auch mal fein.

Allen Lesern wünsche ich von hier aus einen guten Start ins Wochenende...


- Gregor 10:29 [+] -
...
[Colin Powells Rede - Fortsetzung]
Nur ein weiterer Hinweis, wie Fakten für die Rede vor dem UN-Sicherheitsrat fabriziert werden. Wie üblich, über Jim Henley...

- Gregor 10:21 [+] -
...
- 6.2.03 -
[Colin Powell und seine Rede]
Aha. Hussein und Al Kaida sind also Freunde, erfahren wir aus Colin Powells berufenem Munde. Nun, die Geheimdienstjungs von den Nichtspielverderbern von der Insel sehen das ein bisschen anders. Wie bitte ?

Aber was soll der ganze Geheimdienst-Kram, he ? Wir wissen doch schon seit langem, wer dran sein wird und warum.

- Gregor 21:18 [+] -
...
[Komet NEAT]
Wie man hier erfährt, traut sich mal wieder ein Komet, seine schmutzigen Staub-, Gas- und Ionenschweife durch den nächtlichen Himmel zu schleifen. Also, kurz vor den dort angegebenen Uhrzeiten einen Feldstecher aus Papas Kommode holen, zur Frau des Herzens eilen und bei ihr die unglaublichen Gefühle hervorrufen, die der majestätische Anblick eines solchen Himmelsreiters immer hervorruft. Anschliessend das erhebende, dankbare Gefühl, das sich eurer Begleiterin ermächtigt hat, in der anheimelnden Dunkelheit für das Zustandekommen eines Dates auszunutzen, liegt eigentlich nahe, oder ?

- Gregor 21:04 [+] -
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[Warum gegen den Krieg ?]
So, obwohl ich vor nicht mal 36 Stunden versprochen habe, niemals nicht nie keine Blogsplitter im Telegrammstil zu verfassen, steht der heutige Tag voll im Zeichen des ( maximal ) Zweizeilers:

Mein absoluter, wahrhaftiger und angebeteter Lieblingsblogger, Jim "Sensai" Henley, hat mal wieder in unheimlicher Kürze zusammengefasst, warum viele von uns den präsentierten Tatsachen nicht so trauen.

- Gregor 20:57 [+] -
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[Verschreiber]
Wie der,die,das gute Monoklon richtig bemerkt, ist das hier wirklich eine amüsante Fügung des Schicksals. Das hier auch, und das setzt dem Ganzen die Krone auf...

- Gregor 20:46 [+] -
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[Search Engines]
Diese Suchmaschine sortiert die Suchergebnisse in sogenannten Clusters, das sind thematische Bereiche, die die Zuordnung erleichtern. Leider kommt die Treffergenauigkeit nicht an den Marktführer heran.

Einen Überblick über alle möglichen Searchengines gibt es übrigens hier.

Übrigens scheint dass heute der Tag der kurzen Nachrichten zu werden ...

- Gregor 12:26 [+] -
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[Windows Explorer Startverzeichnis]
Mich nervt es, immer beim Start des Explorers in irgendeinem Verzeichnis zu landen, das dort voreingestellt ist. Hier findet man die nötigen Schritte, um das Lieblingsverzeichnis zum Ausgangspunkt zu machen.

Das habe ich nämlich gerade auf Arbeit mit dem Projektverzeichnis gemacht...

- Gregor 11:18 [+] -
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[Astronomie]
Ein interessantes Blog über eines der schönsten Hobbies gibt es hier. Ruhig mal rüberwandern: mehr als einen Feldstecher braucht man wirklich nicht, damit einem der Atem weg bleibt !

- Gregor 10:28 [+] -
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[Kurt Vonnegut]
In seiner ihm eigenen, humorvollen wie auch intelligenten Art äussert sich der indirekte Namensgeber hier zum Irakkrieg und einigen weiteren Entwicklungen unserer Zeit. Wie jedes einzelne seiner Bücher: Äußerst empfehlenswert !

- Gregor 08:23 [+] -
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- 5.2.03 -
[Ein Tag länger als ein Leben]
Eines der Bücher, die ich gerade lese, fasziniert mich so sehr, dass ich darüber schreiben will: Ein Tag länger als ein Leben von Tschingis Aitmatov. Die Geschichte, deren Lauf sich vor den Augen des Lesers entrollt, handelt von Schneesturm-Edige, einem alten Eisenbahner aus der Gegend des Aralsees, der in Schneesturm-Boranly lebt und seinen besten Freund Kasangap zu Grabe trägt.

Kasangap ist wie Edige vom Aralsee, und er ist der Grund dafür, dass Edige und seine Frau nach dem Krieg einen Platz der Ruhe fanden, an dem sie den Rest ihres Lebens verbringen und ihre Kinder aufziehen würden. In ebenjenes Schneesturm-Boranly bringt er die beiden, das später Schneesturm-Edige und auch seinem Kamelhengst Schneesturm-Karanar die Spitznamen eintragen wird: ein Ort in der Steppe Sary-Ösek, gelegen an einer Ausweichstelle für Züge auf einem unendlich langen Gleis durchs Nirgendwo.

Begraben will er seinen toten Freund in Ana-Bejit, einem uralten Friedhof der Steppenbewohner, 30 Werst von Schneesturm-Boranly und der Eisenbahnstrecke entfernt. Begleitet werden der Leichnam und Edige auf seinem Kamel Karanar von einem Traktor, einem Bagger und einem Hund, allem also, was der kleine Ort erübrigen kann. Der Friedhof, zu dem diese Prozession unterwegs ist, liegt mitten in einem militärischen Sperrgebiet, in dessen Mittelpunkt sich ein Weltraumbahnhof befindet.

Während sich die Einwohner von Schneesturm-Boranly daran machen, ihren ältesten Freund und mit ihm die Seele des Dorfes zu Grabe zu tragen, ereignet sich hoch über ihnen ein Ereignis von globaler Bedeutung. Die Astronauten einer um die Erde schwebenden Station, die unter anderem von eben jenem Weltraumbahnhof starten, nehmen Kontakt zu ausserirdischem Leben auf. Edige und seine Freunde geraten in Ereignisse, deren Auswirkungen die Erde an den Rand einer Katastrophe bringen...

Mehr sei hier nicht verraten. Zum einen soll dem interessierten Leser nicht die Neugier genommen werden. Zum anderen habe ich selber erst knapp die Hälfte gelesen. Warum ich dann darüber schreibe ? Nun, heute ist mir beim Lesen etwas passiert, was seit einigen Jahren keinem Schriftsteller gelungen ist: ich weinte. Ich weinte, weil die Geschichte von Edige und den Bewohnern von Schneesturm-Boranly mich so berührt hat. Um ein Bild zu bemühen: wenn der Autor beim Schreiben einer Geschichte gleichsam webt, dann hat Tschingis Aitmatov den Webstuhl seiner Gedanken verwandt, um mich in einen Kokon zu spinnen, dessen Fäden dichter sind als der Winterpelz von Ediges Kamel.

Aitmatov erzählt vom Leben in der Wüste und erwähnt dabei Sagen, die den Namen des Ortes, des Friedhofs und sogar des Kamels eine tiefe Bedeutung geben. Er erzählt von kommunistischen Säuberungen, von Hungersnot und von dem ewigen Bemühen der Menschen, Ruhe zu finden und dem hohlen Takt zu entkommen, den die Kriegstrommeln der jeweiligen Herrscher durch Jahrhunderte hinweg übers Land schallen lassen. Wie ein Teppich zu Anfang aus einigen groben Fäden besteht, so gibt es zu Beginn der Geschichte nur einige Festpunkte, an denen sich der Leser festhalten kann, um in den Lauf der Ereignisse zu finden. Und wie die Fäden des Teppichs immer dichter gewebt werden, so werden die Geschichten um die ehemaligen lebenden und toten Einwohner der Steppe Sary-Ösek immer dichter um den Leser gesponnen, bis der Leser selber teil des Erzählten wird.

Der vorläufige Höhepunkt war die Beschreibung der Deportation eines Familienvaters unter den hilflosen Blicken seiner Kinder, seiner Frau und der restlichen Einwohner von Schneesturm-Boranly. Das war der Punkt, an dem ich weinen musste. Ich war Teil des Geschehens. Ich war einer der Söhne, die um ihren Vater trauerten, hilflos und unbegreiflich mitansehend, wie er für immer davon fährt.

Wer eine aufwühlende, vom Leser total Besitz ergreifende Geschichte über die Menschheit lesen will, der sollte nicht eine Sekunde zögern und sich dieses Buch vornehmen. Es liefert keine Antwort darauf, warum die Menschheit nicht zwei aufeinanderfolgende Generationen in Frieden leben kann, warum wir immer nach der Keule greifen, um sie unserem Nächsten über den Schädel zu ziehen. Aber es zeigt, dass wir Menschen schon immer so leben, dass es langsam Zeit wird, aus unserer eigenen Geschichte zu lernen. Höchste Zeit.


- Gregor 20:23 [+] -
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[Was nun ?]
Immer wieder verblüffend ist es für mich, wie wenig mir tagsüber einfallen will, was ich in mein Webjournal schreiben könnte. Das in einigen Blogs zu beobachtende Verhalten, nur sporadisch neue Einträge vorzunehmen, deren prägnante Wirkung in ihrer sehenswerten Kürze liegt, möchte ich mir so lang wie möglich nicht zum Vorbild nehmen. So gesehen, ist das hier ein Labbertaschen-Blog, in der Tat. Ich mag es halt etwas ausschweifender.

Da passiert es eben, dass ich manchmal bis in den Abend hinein partout nicht drauf komme, worüber ich so eloquent formulieren soll. Seltsam daran ist, dass mir jedesmal etwas einfällt, kurz bevor grauenvolle Verzweiflung sich meiner bemächtigt. Auf die Qualen dieses Bloggers wollte ich nur mal kurz hinweisen.

Ihr habt sicherlich recht: dies ist ein Beitrag, der in dieser Form nicht in Zeitungen erscheinen würde. Grund dafür ist sicherlich, dass dort Selektionsmechanismen in Form eines Editors in Kraft sind, die man manch einem Blogger auch wünschen würde. Ja, ja...deswegen ist dieser Eintrag jetzt auch zu Ende.

- Gregor 12:07 [+] -
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[1. FC Köln]
Da gab es gestern endlich mal eine richtige Patsche für den 1. FC Köln, den Verein, der am 7. Oktober 2002 die Stirn hatte, den 1. FC Union mit 7:0 abzufertigen ( deren höchste Niederlage seit dem 1:8 gegen den ehemaligen Serienmeister und Stasiclub in der DDR, irgendwann Mitte der 80er Jahre ).

Als gestern das 7:0 fiel, war ich als Unionfan mit Köln erstmal quitt. Als die Bayern den Kölnern dann noch die 8. Ohrfeige verpassten, waren auch die Zinsen abgezahlt. Ein schöner Fußballabend, sozusagen...noch schöner, wenn man nicht vergisst, dass mein Herz nebenbei auch für die Bayern schlägt.

Was wäre nun, wenn der FC Bayern gegen Union spielt ? 15:0 ? Gar nicht dran denken, sage ich mir, gar nicht dran denken...

- Gregor 07:38 [+] -
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- 4.2.03 -
[Googlemanie]
Hat sich mal jemand hingesetzt und drüber nachgedacht, wieviel Informationen im Internet so rumschwirren. Und wieviel das über einen persönlich verraten kann. Also: beim Bloggen keine Drogen, Vorstrafen, Vorlieben für linke Autoren, wilde Sexpraktiken oder ähnliches erwähnen. Könnte der Karriere den entscheidenden Knick geben...

- Gregor 20:03 [+] -
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[Lotto]
Da hat jemand aber nochmal Glück gehabt: sind die Lottomillionen doch haarscharf an dieser Frau und ihrem Mann vorbei geschrammt. Dabei fing die Geschichte doch gar nicht so viel versprechend an. Zuerst dachten nämlich alle, dass dieses Ehepaar die 85.000.000,00 $ abgestaubt hatte. Leider, und das war ein gutes Omen, blieben sie das Ticket schuldig, was schon den ersten Vorgeschmack auf den plötzlichen Reichtum lieferte: der Mann fing an, die Wohnung auf den Kopf zu stellen. Scharfe Worte wird er wohl auch gefunden haben, ging ja um etwas Geld. Na, zu guter Letzt hat sich dann doch jemand anders unter das ausgeschüttete Pech gestellt und zum Lottogewinn bekannt.

"Halt ?!", werdet ihr rufen, "Warum Pech ? Glück meinst Du doch wohl ?"

Nein. Meine ich nicht. Pech haben Leute, die soviel Geld gewinnen. Und Glück haben die, die so knapp diesem Schicksal entrinnen können.

"Warum nur quatscht der so Zeug ?", fragt ihr nun.

"Vielleicht ist er ein Arschloch.", werden einige denken.

Na, bin ich nicht. Jedenfalls nicht oft. Ich versuch mal, meinen Standpunkt zu erklären:

Ich bin im Moment glücklich. Mein Sohn ist wirklich ein süsser Brummer, und wenn er mit seinen fast zwölf Monaten ein Bilderbuch aufschlägt, auf eine gelbe Ente zeigt und "Gaga" sagt, macht mich das stolz und zufrieden. Meine Frau Maria ist immer noch eine der schönsten Frauen der Welt, und intelligenter als ich, was mich jeden Tag aufs Neue fasziniert. Mein Studium schreitet seinem Ende entgegen, und ich bin recht optimistisch trotz der schlechten Arbeitsmarktlage im Bauwesen eine Anstellung als Bauingenieur zu finden. In jeder freien Minute lese ich, und mindestens zwei Stunden am Tag verbringe ich vor dem Rechner, um originelle Sachen für die Leser meines Blogs zu formulieren. Ungefähr einmal in der Woche treffe ich mich mit meinem besten Freunden, und dann wird unserer Vergnügungssucht rücksichtslos Genüge getan. Das einzige, was mir wirklich fehlt, ist Joggen wie im letzten Sommer. Aber dazu komme ich auch wieder. Es ist wie mit dem Rauchen aufzuhören: man muss nur genügend Denkanstösse sammeln.

Warum sollte ich mich jetzt in dieser glücklichen Situation auf Geld freuen ? Ich bin glücklich bis über beide Ohren, und brauche gar kein Geld. Kann ich mir sicher sein, dass ich auch glücklich bin, wenn das Geld da ist ? Wirklich sicher ? Ich bezweifle das. Diejenigen meiner Träume, die viel Geld zu ihrer Umsetzung benötigen, könnte ich erfüllen. Wäre ich dann glücklich ? Erstmal ja, aber dann ? Luxus bleibt Luxus nur dann, wenn es schwerfällt, ihn zu erreichen. Ich würde mich also gar nicht sehr lange daran freuen.

Die feine Gesellschaft, von der jeder träumt, würde die einen aufnehmen ? Nicht als Lottogewinner behandeln, ja ? Ich glaube nicht. Ich will auch gar nicht da hin, muss ich sagen. Mit den Freunden, die ich habe, bin ich recht zufrieden. Für spezielle Stimmungen haben sich die richtigen Personen gefunden. Sollte ich 85 Millionen Dollar reicher sein, würde der Umgang mit ihnen schwerer fallen. Die neuen Freunde würden nicht mich mögen, sondern meine Dollars. Auch hier würde ich mich nicht mehr freuen als früher.

Bleibt natürlich die Chance, mit diesem Geld die eigene Karriere zu starten. Ja, das ist nun wirklich mal ein Punkt. Wahrscheinlich deswegen würde ich das Geld letztendlich doch nehmen. Zumindest würde ich es allein deswegen überlegen. Aber wenn ich wirklich so gut bin, wie meine Frau glaubte, als sie mich heiratete, dann brauch ich das Geld gar nicht. Dann schaffe ich es auch so. Hmm, schon wieder kein Pluspunkt für das Geld.

"Schön und gut...", werdet ihr jetzt denken, "..aber was machst Du, wenn Du wirklich gewinnst ?"

Das ist unwahrscheinlich. Erstmal wegen der zugrunde liegenden Gewinnchancen, hauptsächlich aber deswegen, weil ich kein Lotto spiele. Ich will nämlich nie in die Verlegenheit geraten, einmal zu gewinnen und überlegen zu müssen, ob ich es nicht doch nehme.


- Gregor 19:42 [+] -
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[Blogs]
Interessant, interessant...einige Blogger in den USA erlangen schon richtige Medienmacht ( mit bis zu 30.000 Hits am Tag auch kein Wunder ! ). Unter anderem liest man von den Unterschieden zum normalen Journalismus:
- im Gegensatz zu Zeitung oder Fernsehen sind Blogs nicht nur auf die eigene Unternehmung beschränkt, sondern linken nach außen
- es findet ein Dialog mit den Lesern statt ( im Gegensatz zum Monolog beim Lesen einer Zeitung )
- dadurch ergibt sich in einigen Fällen sogar der Aufbau eines Informationsnetzes.

Dieser Artikel lobt die unbändige Freiheit des Mediums. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß Bloggen nicht exklusiv den Journalisten vorbehalten ist, sondern zum freien Wettbewerb unter allen Menschen mit Internetzugang auffordert. Am Rande bemerkt: auch der Spaß, den man dabei hat, bleibt nicht unerwähnt.

Hier wird auf die Gefahren einer zu intimen und aktuellen Berichterstattung hingewiesen. Ja, auch das gibt es: Instant-Liebes-Abenteuer, in diesem Fall jedoch ohne den beabsichtigten "Hand-job".

Wenn man über Blogs schreibt, warum nicht gleich selber bloggen, scheint sich da jemand gefragt zu haben. Und: bloggen macht süchtig. In der Tat.

Wenn ich mal so vergleiche, was ich vorhatte mit diesem Blog und was sich in knapp zwanzig Tagen so ergeben hat, so bin ich zuallererst mal zufrieden mit meinen Hits ( Danke an meine Leser, gibt es auch schon jemand der sich regelmäßig hierher traut ? ). Weniger zufrieden bin ich mit dem, was ich meistens so von mir gebe. Zum einen, weil ich grössere Texte mit thematischen Schwerpunkten geplant hatte. Zum anderen, weil schreiben schwer fällt.

Trotzdem, ich bin froh, ein Blog begonnen zu haben.

- Gregor 14:45 [+] -
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[Mal wieder Irak-Konflikt]
Die bislang exakteste Darstellung der Truppenbewegungen kann man hier einsehen. Der Besuch dieser Seite ist auch in anderer Hinsicht äußerst informativ.

- Gregor 10:25 [+] -
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[Columbia]
Mit dem nun auch hier schon mehrfach erwähnten Columbia-Unglück vom letzten Sonnabend beschäftigt sich dieses Blog ausführlich. Wie viele meiner Links ist auch dieser in englischer Sprache. Eine Übersetzung könnte übrigens hier klappen.

- Gregor 10:22 [+] -
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- 3.2.03 -
[Krieg]
Wie am Wochenende in unzähligen Wiederholungen zu sehen war, sind sieben Astronauten beim Landeanflug des dienstältesten Space Shuttles ums Leben gekommen. Es fiel besonders auf, wieviel Anteilnahme und offene Trauer ein solches Unglück weltweit erzeugt: die Liste der Beileidstelegramme ist lang, die Adressen ihrer Absender umspannen den Globus.

Interessant finde ich diese Trauerbereitschaft und das Verlustempfinden, wenn man bedenkt, dass die Zahl der zu beklagenden Opfer im bevorstehenden Irakkonflik die des Columbiaunglücks leicht um den Faktor 1000 übertreffen könnte. Oder, wie hier vermerkt wurde, die Zahl der täglich verhungernden Kinder bei weitem nicht erreicht. Ein Grund dafür wird hier angegeben: Heldenneid auf der einen Seite, schmerzliches Unzulänglichkeitsgefühl auf der anderen. Ein weiterer Grund könnte sein, dass die überschaubare Anzahl von bekannten Gesichtern uns nähergeht als eine im Dunkeln bleibende Masse unzähliger, gesichtsloser Unbekannter. Gleichwohl, wie man jetzt die Familien der sieben Astronauten bedauert, so kann man Tausenden amerikanischen, britischen, australischen und irakischen Familien eine ähnliche Trauer ersparen.

Saddam Hussein ( der häufig nur mit dem Vornamen benannt wird: weiss jemand warum ? ) ist ein äußerst vorsichtiger Mann. Sein Essen wird importiert und von ausgewählten Personen gekocht und von wiederum anderen Personen gekostet, bevor er es zu sich nimmt. Schlafen tut Saddam Hussein nicht zwei aufeinanderfolgende Nächte am selben Ort: einzige Erklärung dafür ist seine Angst vor Attentaten. Gerüchten zufolge hat er im ersten Golfkrieg die Beschiessung Israls mit konventionellen Sprengköpfen sofort aufgegeben, als durch diplomatische Kanäle angekündigt wurde, mit Atomschlägen zu antworten.

Welche Abschreckung sollte diesen Mann nun davon abhalten, bei seinem Abtritt von der internationalen Bühne nicht soviel Menschen wie möglich mitzunehmen ?

Erinnert sei an die Wannseekonferenz, die vom Reichssicherheitshauptamt zu einer Zeit durchgeführt wurde, als der Krieg offensichtlich verloren war: Am 20. Januar 1942
- war der erste und grösste Schlag der deutschen Armeen gegen Russland im Schneegestöber eines der kältesten Winter des Jahrhunderts stecken geblieben
- war eine Landung in Britannien nach der verloren gegangenen Luftschlacht fallen gelassen worden
- war Amerika vor kurzem in den Krieg eingetreten.

Offenbart sich da nicht eine Logik, die möglichst viele Opfer mit in den Untergang ziehen wollte ?

Der bestmögliche Fall im bevorstehenden Konflikt ist somit der einzige, der wirklich Sicherheit bietet: der Krieg geht so schnell vorüber, dass Hussein keine Zeit bleibt, seine Massenvernichtungswaffen unbemerkt an Terroristen abzugeben. Wie wahrscheinlich das ist, mag jeder selbst beurteilen.

Zwei möglichen Entgegnungen gegen meine Antikriegs-Notizen möchte ich an dieser Stelle zuvorkommen:

1. Wenn jemand gegen den Krieg ist, so ist er nicht automatisch linker Gesinnung, er ist nicht automatisch antiamerikanisch, er ist nicht automatisch gegen Enteignung des Großkapitals und auf jeden Fall ist er nicht automatisch für die Fortsetzung Saddam Husseins Herrschaft über den Irak und ein wie auch immer geartetes Waffenarsenal. Dieser Punkt scheint gerade bei konservativ denkenden Befürwortern der harten Linie nicht klar zu sein.

2. Wie eine waffenfreie Bewältigung des Konflikts aussieht, weiss ich auch nicht. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich als kritische Stimme disqualifiziere. Wüsste ich von einer Lösung, würde ich sie gern bekanntgeben.

- Gregor 21:25 [+] -
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[Wochenende]
So, was haben wir denn am Wochenende so alles erlebt ?

- Junior wurde am Freitag im Krankenhaus untersucht, ob er an Lungenentzündung erkrankt ist. War er nicht ( ein Glück ), und seine Bronchitis-Schnupfen-Magen-Darm-Erkrankung mit Fieber hat sich bedeutend gebessert. So sehr, dass er jetzt schon wieder arg unternehmenslustig ist. Auch nachts übrigens.

- Der Wähler hat gesprochen. Obwohl mir unklar ist, was genau der Wähler gemeint hat, so ist die Aussage in Niedersachsen und Hessen in aller Schärfe vorgetragen worden. Demokratie ist die parlamentarische Form des Bürgerkriegs, und gestern gab es zwei blutige Niederlagen für den Kanzler.

- Den Amerikanern ging ein Space-Shuttle verlustig. Mein tiefstes Bedauern und aufrichtiges Mitleid gilt den Familienangehörigen der Kosmonauten.

- Saddam Hussein will diplomatisch etwas offensiver zu Werke gehen: der Irak will vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen. Davor nutzt Colin Powell die Gelegenheit, um dem Sicherheitsrat und der Weltöffentlichkeit Beweise vorlegen, dass im Irak Massenvernichtungsmittel hergestellt werden. Währenddessen laufen die Vorbereitungen für den Angriff weiter ( beim Termin habe ich mich, ich gebe es zu, verschätzt ).

- Der 1. FC Union hungert sich zu einem Pünktchen. Auf diese Tour wird es schwerer als geplant, den Abstieg am Saisonende zu vermeiden.

- Vom Thunfisch sind noch etwa 0,7 kg übrig. Der Weg ist lang, aber die Hälfte ist geschafft und das Ziel bereits in Sichtweite. Die Reisenden werden allerdings immer träger...

- Gregor 20:13 [+] -
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[Kommentare]
So, so ... die Kommentare sind da.

Nachdem ich bei einigen kostenlosen Comments-Anbietern erfahren habe, daß wegen Überfüllung keine weiteren Aufnahmen mehr möglich sind, hatte ich zwischenzeitlich mit dem Gedanken gespielt, keine Kommentare einzufügen. Wie ich mal irgendwo in der amerikanischen Blogosphäre lesen konnte, sollten alle, die Blogs ohne Kommentare für wertlos halten, in ihrem Wohnzimmer eine Wand für Besucher mit Spraydosen und Graffity-Ambitionen freihalten.

Nichtsdestotrotz erreichte mich heute die erste e-mail einer Leserin dieses Blogs, deren Link ich gerade nicht hier habe, aber heute noch anfügen werde. Und da sie auf Kommentarmöglichkeiten bestand, werde ich ihr, mir und allen anderen diesen Gefallen tun: Enetation hat noch Aufnahmekapazitäten, und einigen Komfort dazu.

Also erlebt dieses Blog die nächste Evolutionsstufe...

- Gregor 15:04 [+] -
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